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Uganda
Seite 1: Landesüberblick & Naturraum

Landesüberblick

Uganda Flagge

Die Landesflagge
© 3 dflags.com




Kranich

Der Kranich:
Wappentier Ugandas

Karte Uganda
Karte Uganda
© Central Intelligence Agency

Weitere Karten:

  • Große Übersichtskarte von CIA
  • Die Lage Ugandas in Ostafrika und im Horn von Afrika
  • Ein Satellitenbild von FAO
  • Auf der interaktiven Karte von MSN Encarta können Sie selbst kleine Orte finden.
  • Bei reliefweb finden Sie eine wahre Fundgrube von Karten zu unterschiedlichen Themen der humanitären Nothilfe; klicken Sie das Thema Ihrer Wahl in der Liste an.
  • Ugandas Distrikte und eine Auswahl weiterer interessanter Karten zu Uganda finden Sie bei FAO
  • interaktiver Stadtplan Kampalas  

Lage und Größe des Landes


Äquator
Der Äquator, westlich von Kampala
© Bild: J. Ehrler

Lage und Größe des Landes

Das ostafrikanische Binnenland Uganda ist mit seinem Staatsgebiet von 236.040 km² ungefähr so groß wie die alten Länder der Bundesrepublik. Ungefähr 1/5 der Fläche besteht aus Wasser. Die Landschaft wird von einem Hochbecken, mit einer durchschnittlichen Höhenlage von 1000 bis 1300 m, geprägt. Dies liegt zwischen dem ost- und zentralafrikanischen Graben.

Bujagalifälle
Bujagali Wasserfälle des Nil
© Bild: C. Späth

Landesimpressionen

Schauen Sie sich einige Fotos aus Uganda an; sie zeigen die Schönheit des Landes, das Winston Churchill einst "The Pearl of Africa" nannte: Wildlife, Land und Leute.

Zebras
Zebras im Lake Mburo Nationalpark
© Bild: N. Lotz
Beeindruckend ist auch die Bildergalerie der Association for Wildlife Conservation e. V.
Aktuelle Bilder und Informationen über Kampala finden Sie im Kampala City guide.

Grunddaten

Hütte, Ostuganda
Hütte, Ostuganda,
Bild: N. Lotz




Lake Victoria
Lake Victoria bei Jinja
Bild: N. Lotz

Fakten

Einen guten Überblick mit Fakten bietet Quick Facts von "my Uganda" und die Uganda homepage von africanet, einen etwas umfangreicheren der Uganda-Eintrag des CIA World Factbook. Weitere Fakten pur mit vielen Grafiken bietet Uganda at a glance der Weltbank (pdf-Dokument). Bei marketuganda finden Sie links zu fast allen Bereichen Ugandas.
Die wichtigsten tagesaktuellen Ereignisse finden Sie beim Netzwerk Afrika.

Naturräumliche Gegebenheiten

Der britische Premiereminister Winston Churchill nannte Uganda einst die Perle Afrikas.
Trotz jahrzehntelangem Bürgerkrieg und der Schreckensherrschaft Idi Amins sind die Reize Ugandas bis heute erhalten geblieben. Das Land liegt am Äquator, durch die Höhenlage des zentralen Hochbeckens ist das Klima dennoch angenehm mit einer Durchschnittstemperatur von 23 Grad. Regional gibt es starke Unterschiede, während in Kampala das Thermometer häufig über 30° C klettert, ist dies in Kabale, im äußersten Südwesten, selten. Dort kann das Thermometer nachts bis auf 3° C sinken.

Uganda beherbergt insgesamt zehn Nationalparks und mehrere Naturreservate. Seit 1994 gehören der Bwindi Impenetrable National Park (dort leben ca. die Hälfte der noch verbliebenen Weltpopulation der Berggorillas) und der Rwenzori-Mountains-Nationalpark mit seiner einzigartigen Landschaft, zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Seit alters her wurden die Ruwenzoriberge wegen der im Nebel verhangenen Bergspitzen auch "Mondberge" genannt. Schon im Altertum wurde darüber spekuliert, ob hier der Nil seinen Ursprung hat. Mit der Magaritaspitze (5149 m hoch), die von einer ewigen Schneedecke bedeckt ist, liegt der dritthöchste Berg Afrikas in Uganda. Doch nach neuesten Forschungen werden die Gletscher in 20 Jahren verschwunden sein.
In den Höhenlagen zwischen 3000 und 4000 Metern kommt im Ruwenzori-Gebirge eine einzigartige Flora vor, die sich durch sogen. Gigantismus (Riesenwachstum der Pflanzen) auszeichnet und dadurch das Gebirge zum Ziel vieler Expeditionen macht.

Uganda ist das wasserreichste Land Ostafrikas, ca. 1/5 der Landesfläche besteht aus Wasser.
Der Nil hat einen seiner Ursprünge in Uganda, eine Quelle befindet sich am Ausgang des Viktoriasees bei Jinja. Der sog. Victorianil fließt über die Owenfälle, durch den Kyogasee und über die Murchisonfälle in den Albertsee. Die Nutzung des Nils wurde vor 75 Jahren in Verträgen geregelt. Diese sollen nun erneuert werden. Experten warnen davor, dass ohne klare Regelung Afrika in Zukunft ein Krieg um die Wassernutzung drohe.

ökologische Probleme















Baum

Alte Bäume werden immer seltener
© Bild: C. Späth






Energieversorgung
Energieversorgung mit Holz oder Diesel?
© Bild: G.Ehrler





Palmölplantage
Palmölplantage auf den Sese Inseln
© Bild: W. Strohmeier



Wasserquelle

Nachwirkungen der Flut: Zerstörte Wasserquelle in Ostuganda
© Bild: W. Strohmeier



Umweltprobem Lake Victoria

Uganda beherbergt den größten tropischen Binnensee, der gleichzeitig zweitgrößter Frischwasser-See der Welt ist, den Lake Victoria. Der englische Abenteurer und Afrikaforscher Speke hat ihn im vorletzten Jahrhundert als erster Europäer entdeckt und zu Ehren seiner Königin "Lake Victoria" getauft. Doch inzwischen ist der See ein ökologisches Problemkind.
Die internationale Stiftung für Umwelt und Natur Global Nature will auf den dramatischen Fischrückgang, die Zerstörung der Ufervegetation und die wachsende Verarmung der am See lebenden Bevölkerung aufmerksam machen. Die Organisation ernannte den Viktoriasee gar als Bedrohten See des Jahres 2005.

Die Energieversorgung:

Den Großteil seines Energiebedarfs deckt Uganda aus Biomasse, wie Brennholz und Holzkohle. Folge sind kontinuierlich abnehmende Baumbestände. Seinen Strom bezieht Uganda aus dem einzigen Wasserkraftwerk am Owen-Fall.
Seit Jahren wird geplant einen weiteren Damm zur Stromgewinnung an den Bujagali-Fällen nahe Jinjas zu bauen. Der Bau hat nun begonnen, trotz kontroverser Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern . In den letzten Jahren ist der Wasserspiegel des Viktoriasees deutlich gesunken. Kritiker vermuten, dass Uganda heimlich zu viel Wasser aus dem Viktoriasee in den Weißen Nil leitet, um so den Energiebedarf des Landes zu decken. Dazu kommen Klimaveränderungen, unter anderem auch provoziert durch massive Abholzung an den Uferflächen. Die Ugander spüren die Konsequenzen deutlich: Der Strom ist knapp und wird rationiert. Intenetcafés, Kleinbetriebe und Industrieanlagen können nicht bzw. nur noch eingeschränkt arbeiten. Als Notlösung rattern immer mehr Dieselgeneratoren, dies lässt wiederum die Kraftstoffpreise steigen. Der hohe Strompreis führt auch dazu, dass immer mehr Strom illegal abgezweigt wird, waren es 2006 noch 32 %, so wurden 2007 bereits 36 % der gesamten Strommenge gestohlen.

Regenwald:

Bis Mitte des letzten Jahrhunderts hatte Uganda noch gute Waldreserven. Während der Diktatur Idi Amins wurde fast die Hälfte des Waldes gefällt. Seither geht der Waldbestand stetig zurück, im Moment bei einer Abholzungsrate von jährlich ca. 2 % und einer noch verbliebenen Waldfläche von ca. 7 %. Geht die Abholzung so weiter, gibt es in 50 Jahren in Uganda keinen Wald mehr.
Investoren sind in Uganda sehr willkommen. Doch vielmals benötigen sie große Landflächen zum Anlegen von Plantagen. Nicht selten bedeutet dies den Kahlschlag der noch wenigen Regenwaldgebiete, wie des Mabira Waldes in Ostuganda oder des Regenwaldes auf den Inseln des Viktoriasees. Angebaut werden sollen Zuckerrohr bzw. Ölpalmen . Doch es regt sich auch Protest im Land ; bei einer Demonstration mit über 1000 Teilnehmern gegen den Kahlschlag des Waldes kamen drei Menschen ums Leben. Immerhin wurde die Abholzung von Teilen des Mabira Waldes im September 2007 von der Regierung untersagt, jedoch wirbt der Präsident weiter für die Nutzung der Waldfläche als Zuckerrohrplantage.
Eines der wenigen noch intakten Urwaldgebiete Ugandas, der Budongo Forest, soll durch ein Gemeinschaftsprojekt von GEO schützt den Regenwald e.V., der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und der ugandischen Entwicklungsorganisation BUCODO vor weiterer Zerstörung bewahrt werden.
Als ein postives Beispiel für den Erhalt der Natur, stellte Uganda im Jahre 2006 zu den bestehenden zwei, nochmals 9 Feuchtgebiete unter den Schutz der Ramsar-Konvention. Bitte beachten Sie die faszinierenden Bilder in diesem link!

Flutkatastrophe

In der zweiten Hälfte des Jahres 2007 fiel in Uganda der stärkste Regen seit 35 Jahren. Zehntausende Menschen waren vor den Wassermassen auf der Flucht und auf Hilfe von außen angewiesen. Durch zerstörte Straßen und unpassierbare Brücken waren ganze Distrikte von der Versorgung abgeschnitten.
Besonders hart traf die Flutkatastrophe die Menschen, die ohnehin am ärmsten dran sind, die Menschen in den Flüchtlingslagern im Norden des Landes. Die Schäden haben auch dieses Jahr noch ihre Auswirkungen: zerstörte Ernten resultieren jetzt in Hunger, auf weggeschwemmten Feldern kann nur mühsam wieder etwas angebaut werden und die ohnehin schlechte Wasserversorgung wurde weiter beeinträchtigt


National Environment Management Authority (NEMA): Hier finden Sie Informationen zu den Themen NEMA Mandat, NEMA Aktivitäten, Umweltgesetzgebung, Veröffentlichungen usw.

Sozial- geographische Gegebenheiten


Kampala
Bild: J. Ehrler

Taxipark
Taxipark in Kampala
Bild: J. Ehrler

Leben in der Stadt und auf dem Land

Circa 85 % der Bevölkerung Ugandas leben in ländlichen Regionen, die meisten sind in der Landwirtschaft involviert. Die mit Abstand größte Stadt Ugandas ist Kampala mit einer Einwohnerzahl von 1.735.918 (Stand 1. Januar 2007). Damit konzentrieren sich sechs Prozent der Bevölkerung des Landes in der Hauptstadtregion. Lange Zeit galt Jinja als zweitgrößte Stadt Ugandas (99.500 EW). Bedingt durch Unruhen und Flüchtlingsströme im Norden führt nun aber Gulu (190.000 EW), gefolgt von Lira (160.000 EW) die Liste der bevölkerungsreichsten Städte Ugandas an.
Die Hauptverbindungswege sind inzwischen in relativ gutem Zustand, allerdings mangelt es oftmals an Reparaturen.

Strasse Westuganda
Hauptverkehrtsstraße in Uganda
Bild: N. Lotz

Nationale Symbole

Uganda Flagge

Die Landesflagge
© 3 dflags.com



Wappen


Coat of Arms

Die Nationalflagge

Bei der Unabhängigkeit Ugandas am 9. Oktober 1962 wurde die Nationaflagge in den Farben schwarz, gelb und rot eingeführt. Die schwarze Farbe repräsentiert die Menschen, gelb die Sonne und Savanne und rot die Brüderlichkeit. In der Mitte steht ein Kronenkranich, ein friedlicher Vogel mit einem Fuß nach vorn, er steht für ein friedliches Land, das sich weiter entwickelt. Die Farben der ugandischen Flagge sind im Kronenkranich vertreten.

Das Wappenschild

repräsentiert die nationale Identität: Schild und Speere für die Wehrbereitschaft; Sonne und Wasser für den Ursprung allen Lebens (den Nil -- Uganda beherbergt mit dem Viktoriasee eine der vielen Nilquellen für den längsten Fluss der Welt); den Kranich als nationalen Vogel, ebenso wie den Springbock für den Wildreichtum; eine Trommel für die Traditionsverbundenheit; die Vegetation für das landwirtschaftliche Potenzial.

Der Wappenspruch

For God And My Country

ist sicherlich stark von den Missionaren und den englischen Kolonialherren beeinflusst worden.

Ugandas Nationalhymne
"Oh Uganda, Land of Beauty!" Die ugandische Nationalhymne wurde zur Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1962 von George Wilberforce Kakomoa geschrieben und komponiert.

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