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Südafrika
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Die ganze Welt in einem Land"Die ganze Welt in einem Land": Ein häufig angewandter Slogan für Südafrika, für das Land an der südlichen Spitze Afrikas mit einer Vielfalt von Landschaftsformen, Fauna und Flora, von Völkern und Kulturen - eine "Regenbogennation" von mittlerweile 48,5 Mio. Einwohnern (2007). Südafrika ist zugleich ein politischer und wirtschaftlicher Riese in der Region des Südlichen Afrika.
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Größe, Provinzen, KartenDie Republik Südafrika liegt zwischen 22 und 35 Grad südlicher Breite und 17 und 33 Grad östlicher Länge und erstreckt sich auf einer Fläche von 1.223.201 qkm. Es ist damit mehr als dreimal so groß wie Deutschland. Im Norden grenzt Südafrika an Namibia, Botswana und Simbabwe und im Nordosten an Mosambik. Im Osten und Süden wird es vom Indischen Ozean, im Westen vom Atlantischen Ozean begrenzt. Lesotho und Swasiland bilden Enklaven in Südafrika.
Südafrika ist aufgeteilt in neun Provinzen: Limpopo (früher Nord-Transvaal), Nord-West, Gauteng, Mpumalanga (früher Ost-Transvaal), Freistaat, KwaZulu-Natal, Ost-Kap, West-Kap und Nord-Kap. Regierungssitz ist die Stadt Pretoria (2006 umbenannt in Tshwane), das Parlament befindet sich in Kapstadt. Die bevölkerungsreichste Stadt und die wirtschaftliche Drehscheibe des Landes und des ganzen Südlichen Afrika ist Johannesburg. Weitere Karten zu Südafrika und den einzelnen Provinzen finden Sie u.a. auf der Seite der Kapstadt-Homepage. Noch weiter durchklicken bis hin zu einzelnen Regionen, Städten oder Naturparks können Sie sich in der Kartensammlung von "Südafrika Reise". Eine interaktive Karte, in der Sie sich hineinzoomen können, bietet die Infoseite des Department of Foreign Affairs. Eine ständig aktualisierte Kartensammlung zu humanitären, sozialen und Umweltfragen bietet Relief Web. |
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Nicht nur NaturschönheitenDas Bild von Südafrika ist geprägt von den Vorstellungen über seine schönen Landschaften und seinen Naturreichtum. Deshalb findet man vor allem auf den Seiten der zahlreichen Tourismusanbieter werbeträchtige Fotos vom Land. Verschiedene South Africa Photo Galleries zu Menschen, Landschaften, Flora, Fauna u.a. zeigt die Seite des South Africa Info, weitere Seiten bieten neben den üblichen Safaribildern auch Szenen aus dem Alltag der einzelnen Regionen und wichtigsten Städte. Eine Dia-Show kann man auf der Seite von Helmut Hartmann anklicken, weitere Reise-Fotos bei Afrika-Fotos. Die am häufigsten fotografierte Stadt ist sicherlich Kapstadt.
Tafelberg in Kapstadt. © www.bigfoto.com
© www.bigfoto.com Bilder aus dem Alltag bietet die Fotoseite von allafrica.com. Schöne Fotos finden Sie auch auf der Seite von Alex Sievers. |
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Quellen für das BasiswissenAus den zahlreichen Seiten, die Grunddaten zu Südafrika liefern, sind hier stellvertretend das Auswärtige Amt sowie das CIA Factbook genannt, willkommen heißt Sie auch der Südafrika Guide. Ausführlich führt die Internet-Enzyklopädie Wikipedia in das Land ein. Sehr informativ ist auch die offizielle Seite der Regierung About South Africa mit ihren 22 Unterkapiteln. Relevante Statistiken liefert Statistics South Africa, das die Bevölkerungszahl auf der Grundlage des Gemeindezensus, dem Community Survey 2007, für 2007 auf 48,5 Mio. hochschätzt. Gegenüber dem Stand von 2001 (44,8 Mio.) ist das ein Bevölkerungszuwachs von 8,2 Prozent. |
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Naturräumliche GegebenheitenTopografisch könnte man Südafrika mit einer schmalrändigen, umgestülpten Untertasse vergleichen. Auf den Küstenstreifen folgt in steilem Anstieg das innere Hochland, das dann sanft ins Kalahari- bzw. Limpopobecken abfällt. Das aus einzelnen Gebirgsketten betehende Randschwellengebirge, das Südafrika im Westen, Süden und Osten umgibt, nennt man Great Escarpment. Die Drakensberge durchziehen das Land vom Nordosten bis in die Enklave Lesotho im Südosten, wo sie mit dem Thabana Ntlenyana ihren höchsten Punkt (3.482 m über NN) erreichen. Höchster Berg Südafrikas ist der Njesuthi mit 3.446 m. Die Reliefkarte zeigt die geografische Gestalt von Hochland, Randgebirge und Küstenstreifen. Das Klima ist insgesamt gemäßigt; subtropisch im Norden und mediterran an der Küste. Geringe Niederschläge lassen in großen Teilen keine Landwirtschaft zu. Die fruchtbaren Flächen behielten sich während der Jahrzehnte der Apartheid die Weißen vor. Auch wenn die ursprüngliche Vegetation durch menschlichen Eingriff weitgehend verändert ist, existieren auf Grund der klimatischen Verhältnisse dennoch mehrere voneinander unterscheidbare Vegetationszonen, von den dichten tropischen Wäldern und Bergwäldern im Osten über das Grasland und die Savannengebiete im zentralen Hochland bis hin zu den Dornbuschsavannen im Westen. Südafrika ist ein rohstoffreiches Land, vor allem die großen Vorkommen an Gold, Diamanten, Kohle, Platin, Chrom und Eisenerz haben dem Land zu einer starken wirtschaftlichen Stellung verholfen. Die Lagerstätten der bedeutendsten Mineralien befinden sich im Nordosten des Landes, in den sog. "Greenstone Belts". |
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Naturparks und UmweltproblemeÖkologische Gesichtspunkte spielen angesichts der scharfen sozialen Probleme noch eine untergeordnete Rolle. Dabei ist allerdings das Umweltbewusstsein durchaus vorhanden. Zahlreiche Gesetze und Verordnungen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sind in Kraft. Einen Überblick über den Umweltbereich liefert das Environmental Profile des UNEP (Seite gegenwärtig im Umbau befindlich). Die nationalen Strategien zur Umweltpolitik werden vom Ministerium für Umwelt und Toursimus formuliert. Dazu gehört auch das National Framework For Sustainable Development, dessen Entwurf das Umweltministerium zur öffentlichen Diskussion ins Netz gestellt hat. Südafrika ist bekannt für seine Tier- und Pflanzenwelt. Das einzigartige Ökosystem am Kap gehört zu den drei Weltregionen mit der größten Artenvielfalt. Erhalten wird diese durch ein dichtes Netz staatlicher Schutzgebiete, das aus Nationalparks und – auch von Provinzen und Gemeinden überwachten – Naturschutzgebieten besteht. Am bekanntesten ist der Krüger Nationalpark, der Teil des grenzübergreifenden Great Limpopo Transfrontier Park ist, mit 35.000 qkm größtes Reservat der Welt. Das System geschützter Gebiete wird ergänzt durch eine Vielzahl privater Naturschutzgebiete. Dabei sind etliche Naturschutzorganisationen engagiert. Vergessen darf man allerdings nicht, dass die großen Parks ursprünglich Kulturlandschaften waren und die dort lebenden Menschen für die Naturparkidee vertrieben wurden. Massenvertreibungen und die Schaffung von Homelands zu Zeiten der Apartheid haben zu weiträumigen Wüstungen in diesen übersiedelten Reservaten geführt.
Smog über Kapstadt, © Lothar Berger/issa Durch seine vergleichsweise fortgeschrittene Industrialisierung leidet Südfrika an Luft- und Wasserverschmutzung durch chemische bzw. Energieunternehmen. Auf diesem Feld gibt es erste Ansätze einer sauberen Produktion. Eines der größten Umweltprobleme Südafrikas ist die Wasserknappheit. Weniger als 10 Prozent des Regens ist als Oberflächenwasser nutzbar, eine der niedrigsten Raten weltweit. Insofern sind die Folgen des Klimawandels in Südafrika besonders gravierend bei der Wasserversorgung und der Landwirtschaft. Zusätzlich bieten die großen Umweltschäden durch den intensiven Bergbau ökologischen und sozialen Zündstoff. Auf vielen Gebieten des Umweltschutzes engagiert sich Earthlife Africa u.a. auch im Kampf gegen die Nuklearenergie. Südafrika setzt nämlich mit Hilfe alter deutscher Technologie auf den Ausbau der Atomkraft. Das bislang einzige Atomkraftwerk Afrikas – Koeberg bei Kapstadt – soll durch eine neue Anlage ergänzt werden. |
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Sprache, Bevölkerung, Städte und VerkehrIn Südafrika gibt es elf offizielle Landessprachen (in der Reihenfolge der Häufigkeit): Zulu, isiXhosa, Afrikaans, sePedi, English, seTswana, seSotho, xiTsonga, siSwati, tshiVenda, isiNdebele. Zu Zeiten der Apartheid war das Afrikaans die Sprache der Unterdrücker. Die beiden häufigsten Muttersprachen sind Zulu (ca. 11 Millionen Sprecher) und Xhosa (ca. 9 Millionen Sprecher). Die Vielfalt der Sprachen und neue Ortsbezeichnungen führen bisweilen zu einem Ortsnamen-Babylon. Über 58 Prozent der Gesamtbevölkerung lebt in Städten. Größte Stadt ist Johannesburg mit 3,2 Mio. Einwohnern (hier ein interaktiver Stadtplan), in Kapstadt leben 2,8 Mio. Menschen, dicht gefolgt von Durban mit 2,7 Mio. Einwohnern, die weiteren Millionenstädte sind East Rand (2,4 Mio. Einw., Teil der Greater Johannesburg Metropolitan Area) und Pretoria (Tshwane) mit 1,7 Mio. Einwohnern. Südafrikas Provinzen sind in 53 Distrikte unterteilt, die sich wiederum in 262 Gemeindebezirke aufteilen. Mehr als 50 Städte haben über 100.000 Einwohner.
Townshipszene, © issa Millionen von Menschen leben in den zu Zeiten der Apartheid geschaffenen Townships. Die Versorgung der Bevölkerung, die vielerorts in Squatter-Siedlungen lebt, mit ausreichend Wohnungen, Strom und Wasser ist eine immense Herausforderung für die Regierung, was immer wieder zu sozialen Spannungen führt. Bekannte Townships sind Soweto, Symbol des Widerstands gegen Apartheid, bei Johannesburg und die berüchtigten Cape Flats bei Kapstadt. Allein in Kayelithsha leben an die 1,5 Mio. Menschen. Südafrika verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz und 24.000 km Schienen. Fast alle Nachbarländer sind mit der Eisenbahn verbunden. Auch im Bus- und Flugverkehr hat sich das Land in seiner Infrastruktur an die Bedürfnisse des modernen Reiseverkehrs angepasst. Angesichts der Fußball-WM 2010 wird die Regierung allerdings noch etliche Energien und Gelder in die Verbesserung der Verkehrswege stecken müssen. |
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Die heutige Landesflagge gilt seit April 1994, den ersten Wahlen nach Apartheid. Rot steht dabei für das im Befreiungskampf vergossene Blut, Grün für das Land, Blau für die Ozeane, Weiß für die weiße, Schwarz für die schwarze Bevölkerung und Gold für den Reichtum des Landes. Die Historie der Flaggen zeigt die Flaggengeschichte.
Wappen Coat of Arms Das Staatswappen ("Coat of Arms") besteht aus den Elementen Elefantenstoßzähne, Weizenähren, ein Schild, zwei sich die Hände reichende San, ein Schlagstock (Knobkierie), ein Speer, der Protea King, der Sekretärsvogel und der Sonnenaufgang. Südafrikas Nationalhymne "Nkosi sikelel' iAfrika" ist die bekannteste Melodie Afrikas. Sie wurde ursprünglich von einem Methodistenpfarrer für den Gottesdient komponiert. Mit entsprechender Ausrüstung können Sie sie in der Chorversion hören (7,6 MB). Daneben gilt auch noch "die Stem" als Hymne. |
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