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RUANDA
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Einreise- und Aufenthalts- bestimmungen |
Deutsche Bürger benötigen für touristische Zwecke kein Einreisevisum. Weitere Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise sind z.B. auf der Homepage des Auswärtigen Amtes nachzulesen. Dort gibt es auch Adressen bzw. Telefon-/Faxnummern der deutschen bzw. ruandischen Vertretungen |
Sicherheits- informationen |
Die allgemeine Kriminalität in Ruanda ist gering. In städtischen Gebieten besteht Diebstahlsgefahr. Für weitere allgemeine Reise- und Sicherheitsinformationen sowie eine Reisewarnung empfielt sich das Internetportal des Auswärtigen Amtes |
Wohnen und Versorgung |
Wohnen in der Hauptstadt und anderswo![]() Kigali: neuer öffentlicher Platz mit Symbolcharakter, Skulptur von Frau und Kind im Stadtteil Kimihurura Foto:C. Nkulikiyinka Kigali, die Hauptstadt Ruandas, ist auf mehreren Hügeln gebaut. Der Stadtkern befindet sich auf dem "Plateau" des Haupthügels "Nyarugenge". Dort haben die wichtigsten Einrichtungen für den Dienstleistungssektor ihre Sitze. Am Hang des gleichen Hügels liegt ebenfalls "Kiyovu", das von ausländischen Staatsangehörigen bevorzugte Wohnviertel der Stadt. Dort, in dem grünen Villenviertel, von der Außenwelt durch hohe Mauern und Wachpersonal abgeschirmt, wohnen und arbeiten Angehörige ausländischer Vertretungen, Entwicklungshelfer sowie ein Teil der besser verdienenden ruandischen Oberschicht. Die dafür verlangten Mietpreise sind überdurchschnittlich hoch und werden in den meisten Fällen über die jeweiligen Arbeitsverträge geregelt. Oft sind solche Mietpreise nicht gerechtfertigt. Kiyovu ist auch ältestes Wohnviertel Kigalis, die Gebäude befinden sich überwiegend in schlechtem Zustand. Die anhaltende Wiederaufbauphase hat einen Bauboom zur Folge. Dementsprechend ist eine sich schnell verändernde Stadt Kigali zu beobachten. Die Stadt hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre flächenmäßig verdoppelt. Neue Villenviertel, moderne Wohnsiedlungen, hohe Bürokomplexe und Einkaufzentren sind entstanden. Auch auf der öffentlichen infrastrukturellen Ebene hat die Stadtverwaltung einige Erfolge zu verzeichnen. So wurden die meisten Hauptstrassenverbindungen innerhalb der Hauptstadt asphaltiert bzw. instand gesetzt. Durch einen strengeren Polizeieinsatz hat die städtische Verwaltung eine für regionale Verhältnisse bemerkenswerte Ordnung im Bereich der Sicherheit, dem Verkehr und der Hygiene durchgesetzt (Moped-Taxi-Fahrer tragen beispielsweise den vorgeschriebenen Helm und eine Sicherheitsweste). ![]() Kigali: neue Wohnsiedlung Foto:C. Nkulikiyinka Das Angebot auf dem Wohnungsmarkt wird immer vielfältiger. Einen einschränkenden Faktor stellt jedoch die Energie- und Wasserversorgung dar. Die verfügbare Menge von Strom und Wasser ist der Nachfrage bereits weit unterlegen. Strom und Wasser werden oft in unregelmäßigen Zeitabständen abgeschaltet. Der Mangel gilt zwar landesweit, bestimmte Wohnorte und Stadtteile stehen jedoch auf der Prioritätenliste weit vorne, andere nicht. Lösungen bestehen aus hauseigenen Notstromaggregate und Wasserspeichern. Die ganz große Mehrheit der Stadtbevölkerung lebt in ärmeren Verhältnissen in Randzonen der Stadt. Dort gibt es in den selbst gebauten Hütten kein fließendes Wasser und als Toilette muss ein Loch im Boden ausgegraben werden. Es gibt aber in allen Wohnvierteln eine Minderheit durchaus sehr wohlhabender Bevölkerungsteile. Der Unterschied zwischen arm und reich ist sehr groß, eine Mittelschicht ist nicht vorhanden. Auf dem Lande leben die Menschen in Streusiedlungen in einfachen Verhältnissen. Dort fehlen in der Regel sowohl Wasserleitungen als auch Strom. Elektrisches Licht gibt es nur in den Handelszentren an Hauptstrassenverbindungen, an Missionsstationen und an den Verwaltungssitzen der Distrikte. Einkaufen![]() Kigali: Lebensmittelmarkt in Remera Foto:C. Nkulikiyinka In Kigali und den größeren Städten gibt es wenige Hotels und Restaurants mit internationalem Charakter. In den teuren Supermärkten der Hauptstadt, darunter zwei konkurrierende deutsche Metzger bzw. Bäcker, ist fast alles erhältlich, was man zum täglichen Leben braucht. Importierte Waren sind aufgrund der langen Transportwege und der nach Kategorie eingestuften hohen Einfuhrsteuer, überdurchschnittlich teuer. Weine zählen beispielsweise zur Kategorie der Luxuswaren und sind daher für ottonormalverbraucher nicht erschwinglich. Auf den Lokalmärkten ist das Angebot an frischen Lebensmitteln groß. Außerhalb der Städte ist die Versorgung mit importierter Ware schwieriger. |
Landeswährung |
Die ruandische Landeswährung, Ruanda-Franc (RWF), erfreut sich einer relativen Stabilität. Der Wechselkurs basiert auf täglichen US Dollar Raten. 1 Euro = 820 RWF,.1 US Dollar = 555 RWF (Stand: April 2008). Mit Kreditkarten kommt man in Ruanda nicht weit. Bis auf wenige Banken und Hotels der Hauptstadt werden sie nicht angenommen. Geldautomaten sind selbst in der Hauptstadt selten und sind, wenn vorhanden, nur mit lokalen Geldkarten bedienbar. Die Mitnahme von Devisen in bar wird empfohlen, bessere Wechselraten werden für Euro und US-Dollar angeboten, Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder in den zahlreichen Foreign-Exchange-Büros der Hauptstadt gewechselt werden. |
Telekommuni- kation |
Die Telekommunikation gehört zu den am schnellsten wachsenden Sektoren der ruandischen Wirtschaft. Internet und Mobiltelefon sind in aller Munde. Dies gilt sowohl für die politische Führung als auch für alle Bevölkerungsschichten. Das Mobilfunknetz ist relativ gut ausgebaut. In allen Städten Ruandas kann man mit dem Handy telefonieren. Nur noch die von Hauptstrassen weit entfernten Hügel werden vom Mobilfunk noch nicht abgedeckt. Anbieter ist der bisherigen Monopolist "MTN Rwandacell". Die staatliche Telefongesellschaft Rwandatel wurde bereits privatisiert. Das Nachfolgunternehmen Terracom hatte angefangen das Land mit einer zentralen Satellitenverbindung auszustatten, ein zweites Funknetz aufzubauen und war dabei ein Glasfaserkabel durch das Land zu ziehen. 2007 kam es zu Unzufriedenheit seitens der Regierung. Terracom wurde vorgeworfen die Vertragsvereinbarungen nicht einzuhalten. Schließlich kam es aufgrund der nicht erfüllten hohen Erwartungen zum endgültigen Scheitern des gesamten Privatisierungsvorhabens. In der Hauptstadt sowie in den wichtigsten Großstädten besteht die Möglichkeit über einen Breitband-Telefon- und Internetanschluss mit zumutbaren Lieferfristen zu verfügen. Internetzugang bekommt man außerdem über die vorhandenen zahlreichen Internetcafés. Auf dem Land bleibt die hochgelobte ICT-Politik der Regierung zunächst noch ein Traum. |
Gesund bleiben |
Die hygienischen Verhältnisse sind im allgemeinen schlecht. Sanitäre Anlagen sind, wenn überhaupt vorhanden, im desolaten Zustand. Die Möglichkeit allgemeiner medizinischer, insbesondere guter fachärztlicher Versorgung ist eingeschränkt und die allgemeinen Krankenhauseinrichtungen sind unzureichend. Mit am häufigsten auftretende Krankheitsbilder sind Durchfallerkrankungen verursacht durch Amöben, Würmer oder Bakterien bzw. Viren Hepatitis und Malaria. Zur Malaria-Vorbeugung wird Schutz vor Mückenstichen empfohlen. Dazu sind langärmlige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.hilfreich. Auch eine Vorbeugung mit Medikamenten wird empfohlen. Daher sollte vor Abreise eine Beratung beim Arzt stattfinden. AIDS, Geschlechtskrankheiten und Tuberkulose etc. sind verbreitet. Der Nachweis einer Gelbfieber-Impfung ist bereits am Flughafen bei der Einreise in Ruanda Pflicht. Gesundheits- und Impfhinweise zu Ruanda bietet das Tropeninstitut der Universität München |
Touristische
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NaturreservateAkagera Nationalpark Das Landschaftsbild des Akagera-Nationalparks in der trockenen Savannenregion Ost-Ruandas wird von niedrigen Hügeln und weitläufigen Mulden bestimmt. Typische Vegetationsformen sind Gras-, Strauch- und Buschsavanne, in denen die Akazienbäume dominieren. Vor dem Bürgerkrieg rechnete man den Park dank seines ehemaligen Wildreichtums zu den schönsten Tierparks Afrikas. Große Bestände gab es z B. bei Nilpferden, Antilopen, Zebras und Büffeln. In geringerer Zahl konnte man Löwen, Elefanten, Nashörner und Giraffen beobachten. Die Lebensräume dieser Tiere sind inzwischen stark bedroht. Nur ein kleiner Teil des Parks wird noch streng geschützt. Wandernde Viehherden und landwirtschaftliche Ansiedlungen schieben sich zunehmend in das Parkgelände vor. Seit dem Ende des Bürgerkrieges siedeln sich viele aus dem Exil zurückkehrende Ruander im Nordteil des Parks an. ![]() Akagera Nationalpark Foto:Goebel/LMZ Koblenz Nebelwald Nyungwe Auf der Randschwelle des Zentralafrikanischen Grabens haben sich die Reste eines ehemalig ausgedehnten Berg-Nebelwaldes erhalten. Der ökologische Wert dieses Waldes zeigt sich zum einen durch die reichhaltige Zahl der Pflanzenarten, zum anderen ist dieser Wald ein lebenswichtiges Wasserreservoir des Landes. Auch die Tierwelt zeigt eine große Artenvielfalt bei Vögeln, Amphibien, Reptilien und Säugern (Schimpansen, Stachelschweine u. a.).![]() Nyungwe Nebelwald im Südwesten Ruandas Foto:ORTPN Vulkan-Nationalpark In der Region der Virunga-Vulkane im Grenzgebiet von Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo und Uganda leben in den dichten Nebelwäldern in Höhenlagen zwischen 2.000 und 4.000 Metern ca. 600 bis 650 Berggorillas. Einige der Virunga- Vulkane bilden die heutige Nordgrenze von Ruanda und stehen als Nationalpark unter strengem Schutz. Sie sind Teil des Zentralafrikanischen Grabens und teilweise noch heute aktiv.
Berggorilla in "Parc National des Volcans" an der Nordwest-Grenze Ruandas Foto:ORTPN Nach dem Bürgerkrieg sind die Gebiete der Gorillas wieder zugänglich und abgesichert. Es werden ein- bis zweitägige Touren zu den vier im Park lebenden und an Besucher gewöhnten Gorillagruppen angeboten. Maximal acht Besucher pro Tag und Gorillagruppe sind zugelassen. Die Beschränkung der Besucherzahlen sowie WWF-Projekte sollen dazu beitragen, das Überleben der Berggorillas zu sichern. |
Reisen, Transport und Verkehr |
VerkehrsmittelDie meisten Ruander gehen zu Fuß zum Markt. Sie transportieren ihre Waren in Körben auf dem Kopf, in Taschen oder auf Fahrrädern.
Beförderung von Gütern auf dem Kopf Größere Strecken zwischen den Streusiedlungen und den lokalen bzw. städtischen Märkten werden mit Hilfe von Kleinlastwagen (Pick-up) zurückgelegt. Diese Sammeltaxis transportieren Menschen und Waren über holprige oder rutschige Pisten. Ein weiteres Transportmittel sind die Minibusse, die für 9 Personen zugelassen, aber meist mit ca. 18 Personen besetzt sind. Fahrpläne und Haltestellen gibt es nicht; die Busse fahren erst, wenn sie voll besetzt sind. In den Städten warten kleine Motorräder an jede Ecke um Passagiere querdurch alle Stadtteile zu befordern. Sie haben den Vorteil dass Sie nahezu überall durchkommen. Regelmäßig verkehrende Linienbusse existieren nur als Verbindung zwischen Kigali und anderen größeren Provinzstädten. Auch in die Nachbarstaaten besteht Reisebusse; nach Kampala (Uganda) und Bujumbura (Burundi) besteht Reisebusverkehr. Eisenbahnverbindungen gibt es in Ruanda nicht. |
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Letzte Änderung 10.04.2008. Copyright © 1998 - 2008, InWEnt gGmbH
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