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P h i l i p p i n e n
Seite 1: Landesüberblick & Naturraum

Karten

Orientierung verschaffen Karten zu:

  • geographischen Eindrücken ;
  • den Regionen mit weiterführenden Informationen über darin liegende Provinzen;
  • Raumdaten wie Klima, Morphologie der Erdoberfläche, Boden und Bewässerung;
  • Verwaltungsregionen;


  • Mit einer interaktiven Karte kann bis in relativ kleine Räume navigiert bzw. gezoomt werden.

    Seismische und vulkanische Aktivitäten sind Bestandteil philippinischen Alltags: Aus ethnologischer Perspektive sind Sprachfamilien kartografiert:


    Lage und Größe des Landes


    Der Archipel der Philippinen liegt zwischen dem Südchinesischen Meer im Westen und dem Pazifik im Osten und wirkt so als Bindeglied zwischen Ost- und Südasien. Er ist der sichtbare Teil zweier sich übereinander schiebender Kontinentalplatten, der Philippinischen und der Eurasischen. Deshalb sind die Philippinen Teil des Ring of Fire, des Pazifischen Feuerrings, eines Kettengebirgsgürtels der für Vulkanismus und Erdbeben im Inselreich verantwortlich ist.

    Mit etwa 300.000 qkm ist die Landfläche der Philippinen etwas kleiner als die der Bundesrepublik (350.000 qkm).

    Die Inseln Palawan und Mindoro bilden den eigentlichen geographischen Kern dieses Inselsystems, das sich in drei geographische Großräume gliedert:

    • die größte und wirtschaftlich dominierende Insel Luzon, zusammen mit Mindoro und Masbate im Norden und Palawan im Westen;
    • Mindanao mit den Suluinseln im Süden und
    • die Inselwelt der Visayas mit den sechs Hauptinseln Panay, Negros, Cebu, Bohol, Samar und Leyte in ihrer Mitte.



    Impressionen


    Fotos aus der philippinischen Vergangenheit enthalten

  • Old Pituresque Philippines und
  • Pictures from Centuries Past.


  • Aktuelleres aus verschiedenen Regionen zeigen
  • " Harrys Diashow" und
  • Peter Schickert
  • .

    Neben den verzaubernd schönen Anblicken der philippinischen Natur gibt es jedoch ebenfalls Dokumente der leider nicht so seltenen Katastrophen:
  • vom letzten Ausbruch des Mount Mayon,
  • von den Aufräumarbeiten nach dem letzten Typhoon,
  • von den Säuberungsbemühungen nach der Ölpest bei Guimaras, oder
  • den Folgen eines Feuers in einem Slum.


  • Natur, Architektur und Alltagseindrücke verbindet Jens Peters gelegentlich in seinen Aufnahmen von Manila bis in die Inselwelt.




    © Albert Recknagel - terre des hommes e.V.


    Grunddaten


    Systematische und doch vergleichsweise knapp gehaltene Hintergrundinformationen bzw. überblickartige Länderberichte zu den Philippinen bietet das Internet in unterschiedlichen Ausprägungen u.a. bei den folgenden Quellen:




    Naturräumliche Gegebenheiten


    Die Inseln stellen die Gipfelregion eines unter der Meeresoberfläche liegenden Faltengebirges dar. Als aufgetauchte Teile - ehemals zusammenhängender, durch spätere Einbrüche stark aufgelöster - submariner Gebirgskettenwerden die Inseln von etwa 100 Vulkanen überragt. Von diesen sind derzeit noch 21 aktiv, wie beispielsweise der Mount Apo (der höchste Berg der Philippinen mit 2.954 m) auf Mindanao, der Mount Pulog (2.928 m) und der Mount Pinatubo (1.475 m) auf Luzon, weshalb Erdbeben wie Vulkanausbrüche vorkommen.

    Von den 7107 Inseln der Philippinen sind etwa 1000 bewohnt. Nur wenig mehr als die Hälfte von ihnen sind größer als 2,5 Quadratkilometer. Elf dieser Inseln machen 94 % der gesamten Landmasse aus. Luzon mit 105.000 m² und Mindanao mit 95.000 m² sind die größten der Inseln.

    Die größeren Inseln sind geprägt durch meist in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bergketten, ein sanft geschwungenes Hügelland, das leider auf Grund des Raubbaus an den Primärwäldern nur noch eine kärgliche Vegetation aufweist, und die Küstenebenen. Nur auf den großen Inseln Luzon, Minadanao, Negros und Panay findet man größere Tieflandgebiete. Daher bilden die Mündungstrichter der zahlreichen, meist kleinen, Flüsse das bevorzugte Siedlungs- und Ackerland.



    Bodenschätze

    Die wichtigsten Bodenschätze der Philippinen sind Eisenerze, Chrom, Kohle, Kupfer, Nickel, Gold, Silber, Quecksilber, Asbest, Gips, Erdöl und Erdgas.


    Klima

    Das philippinische Klima ist tropisch und stark von regenbeladenen Monsunwinden beeinflusst, die zwischen Mai und Oktober vornehmlich aus Südwest und von November bis Februar aus Nordost wehen. Die Jahreszeiten bestehen aus Trockenzeit und Regenzeit.

    Aufgrund der Ausdehnung des Landes unterscheiden sich die Wettermuster teilweise erheblich. Die westlichen Küstenregionen haben markant ausgeprägte Trocken- und Regenzeiten. In den letzten Jahren, möglicherweise durch den Klimawandel bedingt, "weichen" diese Muster etwas auf und es regnet auch zu für die Philippinen völlig ungewohnten Zeiten. Die Regenzeit verlängert sich und die Trockenzeit verkürzt sich je mehr man sich nach Osten bewegt. Der stärkste Regen fällt an der Ostküste, der geringste in den Central Visayas, Central Mindanao und südwestlich im Sulu-Archipel.

    Zwischen Juni und Dezember ziehen - zumeist aus Südost - Taifune über den Archipel. Sie nehmen in ihrer Häufigkeit von Süd nach Nord zu, ihre Anzahl liegt bei etwa 25 je Saison. Während Mindanao in der Regel nicht von Taifunen betroffen ist, leiden die Regionen Samar, Leyte, Quezon province und die Batan Islands am heftigsten.

    Klimadaten von neun - über das ganze Land verteilten - philippinischen Städten können eingesehen werden.



    © Albert Recknagel - terre des hommes Deutschland e.V.

    Umwelt und ökologische Probleme

    Die Philippinen beherbergen eines der artenreichsten Öko-Systeme der Welt, das jedoch äußerst bedroht ist. Abholzung, Zerstörung der Korallenriffe, Überfischung und damit Verringerung des Fischbestandes, sehr starke Luft- und Wasserverschmutzung sind die Konsequenzen von rasantem Bevölkerungswachstum, Siedlungsdruck und kaum gebremstem Raubbau an den natürlichen Ressourcen. Diese Übernutzung sowie fehlende Schutzmaßnahmen führten in den vergangenen dreißig Jahren und führen auch heute noch zu einer drastischen Verschlechterung des Zustands der philippinischen Umwelt.

    Die Regierung reagierte darauf mit einer Reihe relativ moderner und ambitionierter Umweltgesetze zum Schutz des Regenwalds, der maritimen Ressourcen, der Reinhaltung von Luft, Wasser und der Abfallbehandlung. Allerdings lässt die Durchsetzung der Regeln zu wünschen übrig. Wie leider auch in anderen Handlungsfeldern, folgt einer fortschrittlichen Gesetzgebung nicht unbedingt eine angemessene Umsetzung eben dieser Gesetzgebung.


    © Albert Recknagel - terre des hommes Deutschland e.V.

    Im Jahr 1992 versprach die philippinische Regierung, ebenso wie 179 weitere Nationen, nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Regierung
  • formulierte eine philippinische Agenda 21,
  • richtete einen Philippine Council for Sustainable Development und
  • die Philippine Sustainable Network Foundation Inc. (PSNF) ein.


  • Vom Johannisburg Gipfel liegt der Landesbericht 2002 der Philippinen vor. Es sind ebenfalls eine Reihe nationaler Berichte zu Themen nachhaltiger Entwicklung (z.B. Sanitation, Freshwater) verfügbar.

    Weiteres bürgerschaftliches Engagement in ökologischen Fragen lässt sich an verschiedenen Themen und einigen Nicht-Regierungsorganisationen beispielhaft aufzeigen:

    CADI, das Center for Alternative Development Initiatives fördert nachhaltige Entwicklung und erläutert die Agenda 21.

    HARIBON ist im Umweltsektor seit 1972 tätig und damit eine der ältesten philippinischen Nichtregierungsorganisationen, die für die Bewahrung natürlicher Ressourcen kämpft.

    Das International Institute of Rural Reconstruction (IIRR) entwickelt Materialien für Ausbildung und Erziehung in Umweltfragen. Das IIRR konzentriert sich dabei auf Probleme der Entwaldung, der Bodenerosion, des Mangels an Brennmaterialien sowie des genetischen Ressourcenmanagements. Es entwickelt ebenfalls nachhaltige Maßnahmen zur Nahrungssicherheit.


    © Albert Recknagel - terre des hommes e.V.

    Das Legal Rights and Natural Ressources Center,Inc. (LRNRC) beteiligt sich aktiv an der Lobbyarbeit zum Thema Wald. Es bemüht sich ebenfalls um die Anerkennung traditioneller Methoden der Landnutzung und des Managements der Ökosysteme.

    Das Institute of Popular Democracy kommentiert die Entscheidung des Obersten Verfassungsgerichtes zur Rolle ausländischer Firmen beim Abbau von Bodenschätzen.

    Das Philippine Rural Reconstruction Movement (PRRM) plant und implementiert integriertes, nachhaltiges, gemeindebezogenes Umweltmanagement. Schwerpunkte sind u.a. nachhaltige Landwirtschaft, Fischereitechnologie, sowie die Sicherung nationalen und internationalen Informationsaustausches.

    Pusod Pilipinas hat sich zum Ziel gesetzt, die Arbeit der früheren Babilonia Wilner Foundation fortzusetzen und für Verständnis und Schutz philippinischer Ökosysteme zu sorgen.

    Bergbau und Überentwicklung bedrohen und zerstören in Sorsogon eine wunderbare Küstenlandschaft mit ihrem spektakulären Unterwasserleben.

    Die Convention on Biological Diversity erstellt nationale Berichte, Strategie- und Aktionspläne zu Philippine Biodiversity.

    Bezüglich der Nutzung erneuerbarer Energien - wie Geothermie, Wind- und Wasserkraft - haben die Philippinen eine führende Rolle in Südostasien übernommen.

    Wasser und Wasserqualität sind höchst drängende Themen und lange vernächlässigte Ressourcen. Ene Rolle in der Diskussion spielt auch, ob die Wasserversorgung aus privater oder öffentlicher Hand erfolgen soll.


    © Albert Recknagel - terre des hommes Deutschland e.V.


    Sozialgeo-
    graphische Gegebenheiten



    Die oben erwähnten Gebirgszüge finden sich in etwa zwei Dritteln des Landes und machen das Landesinnere oft schwer zugänglich. Deshalb konzentriert sich die Bevölkerung zumeist auf die Küstenebenen und die intramontanen Becken. Die meisten Menschen leben bzw. lebten entlang der Küsten, wo ihnen der Zugang zum Meer lange Zeit eine Grundlage ihrer Nahrung durch etwa 2000 verschiedene Fischsorten bot. Letztere sind jedoch in Menge und Vielfalt durch die Überfischung nicht-philippinischer kommerzieller Fangflotten und die Zerstörung der Korallenriffe sehr gefährdet und bieten mittlerweile keine ausreichende Lebensgrundlage mehr.


    © terre des hommes Deutschland e.V.

    Da durch die Entwaldung auch der Grundwasserspiegel sehr gesunken ist, bietet auch die Subsistenzlandwirtschaft kaum noch Perspektiven. Wanderbewegungen vom Land in die Stadt sind die Folge, wie die Zunahme der Bevölkerung in den urbanen Gebieten zeigt. Natürlich hat diese Zunahme auch andere Gründe, zu denen neben den ökologischen u.a. bewaffnete Konflikte oder die hohe Geburtenrate zählen.

    Landkonversion ist ein weiterer Grund und wurde zu einem ernsten Problem - nicht nur - für die Regierung. Ländliche Gemeinden disintegrieren, weil fruchtbares Ackerland von Landbesitzern zu anderen Zwecken konvertiert wird - eine Tragödie für die arme Landbevölkerung: die einst ersehnte Landreform ist mangelhaft und unvollständig umgesetzt und hat sich gegen sie gewandt.

    Verkehrswege auf den 7107 Inseln bestehen aus meist reparaturbedürftigen Straßen oder Schotterpisten auf denen unterschiedlich sichere Busse verkehren. Entsprechend pendeln zwischen den Inseln unterschiedlich sichere Fähren und fliegen unterschiedlich sichere Flugzeuge.

    Flagge und andere nationale Symbole

    Nationalflagge

    Die Nationalflagge enwickelte sich seit 1892 in verschiedenen Erscheinungsformen bis sie ihre heutige Bedeutung und Symbolik erhielt.

    Staatswappen

    Das Staatswappen wurde anläßlich der Unabhängungkeit im Jahr 1946 eingeführt.

    Nationalhymne

    Der Text der philippinischen Nationalhymne liegt im Original, aber auch in deutscher, englischer und spanischer Übersetzung vor und geht auf das Gedicht eines philippinischen Soldaten aus dem Jahr 1899 zurück. Diese Entstehungsgeschichte der Hymne spiegelt die Liebe zum Land, Erfahrungen der Kolonialisierung, des Widerstandes, der damaligen Revolution, wider.
    Die Melodie (instrumentell) der Hymne wurde von General Aguinaldo in Auftrag gegeben und stammt aus dem Jahr 1898, also ebenfalls aus der Zeit der Revolution gegen Spanien.

    Weitere Nationalsymbole

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