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Palästina / Palästinensische (Autonomie-) Gebiete
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'Heiliger' Straßenhandel in Ost-Jerusalem, 2008 Photo: Zimmer-Winkel |
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Wirtschaftliche Ausgangslage |
In den Jahren der vollständigen israelischen Besatzung war die palästinensische Wirtschaft
ein reiner Zulieferbetrieb für Israel, eine eigenständige Wirtschaftsentwicklung gab es nicht.
Auch nach Beginn der Palästinensischen Autonomie 1994 blieb die wirtschaftliche Entwicklung auf Gedeih und Verderb
auf das israelische Wohlwollen angewiesen, bis heute sind alle Exporte und Importe von der Zustimmung und Genehmigung der israelischen
Institutionen abhängig.
Vor dem Beginn der Intifada II Ende September 2000 lag das BSP pro Kopf im Durchschnitt
aller palästinensischen Gebiete bei 1.635 US-$ und ist seitdem kontinuierlich gesunken, 2005 lag es bei ca. 1230 US-$,
seit 2006 ist es weiter gesunken. Weit mehr als ein Drittel der Bevölkerung des Gazastreifens lebt inzwischen
unter der absoluten Armutsgrenze. Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (Stand April 2007)
leben 44% der Bevölkerung von weniger als 1 US-$ pro Tag.
Weitere Informationen finden sich auf den Sonderseiten Palästina von UNICEF. |
Währungen |
Offizielle Währungen sind der Neue Israelische Shekel (NIS) sowie der Jordanische Denar (JD), den aktuellen Wechselkurs erfahren sie hier; eine eigene palästinensische Währung gibt es nicht. |
Geberkonferenz
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Zu Ende des Jahres 2007 versammelten sich in Paris die Spitzen von 60 Staaten der Welt zu einer Geberkonferenz für die PNA. Der palästinensische Ministerpräsident Fayad hatte insgesamt um 5,6 Milliarden Dollar gebeten. Zugesagt wurden der PNA dann schließlich 7, 4 Milliarden, also weit mehr als erwartet. Ob all die zugesagten Mittel auch tatsächlich ausgereicht werden, bleibt aber abzuwarten. Die große demonstrative Bereitschaft der Staaten der Welt, dem neuen Palästina beim Start zu helfen, ist zweifellos eine bedeutende moralische Unterstützung und wird in Palästina auch so verstanden.Dieser reiche Geldsegen wird aber andererseits die Empfängermentalität in der PNA mehr stärker als den Willen zu eigenverantwortlichem wirtschaftlichen Handeln, eine oft gehörte und ernst zu nehmende Befürchtung. |
Deutsche Entwicklungs- zusammenarbeit![]()
Deutsches Haus, Ramallah |
Die deutsche Zusammenarbeit konzentriert sich auf drei Schwerpunktbereiche,
die mit der palästinensischen Seite vereinbart wurden:
* Wasser, Abwasser, Abfallentsorgung
* Wirtschaftsreform und Beschäftigung
* Förderung von Institutionen
Aufgrund der unsicheren politischen Situation werden verstärkt schnell umsetzbare Programme
der Beschäftigungsförderung zum Ausbau der sozialen Infrastruktur unterstützt.
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