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Pakistan
Seite 1: Landesüberblick & Naturraum

Flagge


Das Staatswappen

© 1992 Magellan Geographix, St. Barbara, CA.


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Pakistan ist mit ca. 800.000 qkm doppelt so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammen. Es liegt im Nordwesten des indopakistanischen Subkontinents und erstreckt sich von den Achttausendern des Himalaya und Karakorum 1600 km weit zum Indischen Ozean. Mit seinen 160 Mio. Einwohnern ist es das drittgrößte islamische Land. Das Klima ist kontinental mit trocken-heißen Sommern bis fast 50 Grad C. Dort, wo genügend Wasser vorhanden ist, z.B. im Fünf-Stromland Punjab mit dem größten Bewässerungssystem der Welt, herrscht üppige Fruchtbarkeit, die in scharfem Gegensatz zu den Wüsten des Sindh und den kargen Gebirgen und ariden Plateaus Balutschistans steht. Die NWFP (Nordwest-Grenzprovinz) vereinigt alle Landschaftszonen Pakistans, vom Hochgebirge des Hindukusch im Norden, über die alpinen bewaldeten Täler von Swat und der Hazara-Division, über die subtropischen Talbecken von Peshawar und Mardan bis zu den mondartigen Karstlandschaften im Süden.
Pakistan hat gemeinsame Grenzen mit Indien, Iran, Afghanistan und China.  Ein Blick auf die Geographie Pakistans lässt schon einen Teil der Entwicklungsprobleme des Landes erahnen.
 
Eine ausführlichere Einführung finden Sie in der Britannica Student Encyclopyaedia (für einen Monat gibt es einen kostenlosen Test-Zugang),  und das World Factbook der CIA bietet in tabellarischer Übersicht alle wesentlichen Daten zu Pakistan; oder auf deutsch der Fischer Weltalmanach.
Miniatur
© Javed Sandhu

Betrachten Sie zum Einstimmen eine Serie schöner bunter Bilder von Pakistan.

reisterrassen im Norden
Reisterrassen im Norden

Umweltprobleme

waterlogging-and-salinity
"waterlogging and salinity"
Eines der schlimmsten Umweltprobleme Pakistans ist "waterlogging and salinity", etwa "Wasserrückstau und Versalzung": Durch Überbewässerung, undichte Kanäle und mangelnde Entwässerung steigt der Grundwasserspiegel bis zur Bodenoberfläche. Zugleich bewirkt die tiefe Bodendurchfeuchtung, dass Salz aus tieferen Erdschichten per Kapillarwirkung zur Oberfläche gelangt und an der Sonne ausblüht. Es entstehen Quadratkilometer große Salzflächen und -sümpfe (s. nebenstehendes Bild). Pakistan verliert dadurch beträchtliche landwirtschaftliche Flächen. Das Pakistan Water Gateway berichtet ausführlich über die gravierenden Wasserprobleme des Landes.

Die zentrale pakistanische Behörde für die Verwaltung von Wasser und Energie ist die Water Resources and Power Development Authority (WAPDA) in Lahore.
Neue Staudammprojekte sollen das Wasser- und Energieproblem des Landes lösen, doch es mehren sich ernstzunehmende kritische Stimmen.

Andere Probleme entstehen durch Raubbau in  den  Wäldern Nord-Pakistans. Dies verursacht Klimaverschlechterung und Boden-Erosion in den Bergregionen,  die weniger nun Wasser speichern können. Das von den Flüssen fortgeschwemmte Erdreich füllt die Staudämme.  Die Holz-Importe aus Afghanistan lösen das Problem nicht, denn Afghanistan und Pakistan bilden eine zusammenhängende ökologische Zone.

Zwei  ältere Dokumente, die aber nichts von ihrer Aktualität verloren haben, sind die Artikel Land Use und Environment aus der Country Study Pakistan von Peter Blood.  Dazu  empfehlen wir den wichtigen Bericht über die "Knappe Ressource Wasser" von Edgar Peinelt in Le Monde Diplomatique (auf deutsch) und von Dr. Muh. Azam Khan über "Problems of Arid Regions''.

Das Erbeben von 2005

Am 8. Oktober 2005 wurde der Norden Pakistans, besonders der pakistanische Teil Kaschmirs und die angrenzenden Gebiete, vom schwersten Erbeben in der Geschichte des Landes heimgesucht. Das Beben erreichte 7,6 Grad auf der Richterskala, es starben über 87.000 Menschen, etwa ebenso viele wurden verletzt, und über 3,3 Millionen wurden obdachlos. Auch wenn viele deutsche Organisationen ihre Hilfsbereitschaft bekundet und Spenden gesammelt haben, so war doch die internationale Hilfe im Vergleich zur Reaktion auf den Tsunami zu Beginn des gleichen Jahres eher bescheiden. Das Südasieninstitut der Universität Heidelberg erklärt knapp und anschaulich die geologische Ursache der Katastrophe

Nationale Symbole

Die Landesflagge, die oben auf dieser Seite weht, besteht aus einem großen grünen und einem kleinen weißen Feld. Grün ist die Farbe des Islam, weiß repräsentiert die nichtislamischen Minderheiten. Halbmond und Stern verstärken die islamische Symbolik.

Die Nationalhymne können Sie hier auf Urdu und englisch lesen und mit der entsprechenden Ausrüstung auch hören.
Von Ausländern wird selbstverständlich erwartet, dass sie den nationalen Symbolen des Gastlandes Respekt erweisen.

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