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Mongolei
Seite 3: Wirtschaft & Entwicklung

Wirtschaft

Die mongolische Hauptstadt Ulaanbaatar im Frühjahr 2008 - es wird gebaut wie noch nie zuvor in ihrer über 350jährigen Geschichte...

... und dennoch, geographische Gegebenheiten und die geringe Bevölkerungsdichte setzen wirtschaftlichen Aktivitäten in der Mongolei Grenzen. Lesen Sie dazu bitte die Informationen der US-Botschaft in der Mongolei. In 12 Kapiteln finden Sie Angaben zu allen wesentlichen wirtschaftlichen Bereichen, u.a. zum Bankwesen, zu den Transportverhältnissen, zur medizinischen Versorgung bis hin zu wichtigen Telefonnummern, die allerdings in der Mongolei ungemein schnell wechseln!!!

Die Mongolei hat bekanntlich keinen direkten Zugang zum Meer - Tientsin, der nächste erreichbare Hafen, liegt 1 500 km von der Hauptstadt Ulaanbaatar entfernt auf chinesischem Gebiet. Harte klimatische Bedingungen mit einer Vegetationsruhe von über sechs Monaten und Temperaturen im Winter von unter minus 40 Grad und mehr stellen die Mongolei vor besondere Probleme.


Die Sommer sind zumeist heiß und trocken...

45 Grad und darüber sind in einigen Gebieten der Mongolei, besonders in der Gobi, keine Seltenheit mehr und die Folgen der globalen Klimaveränderung sind inzwischen auch in der Mongolei nicht mehr zu übersehen.

Die Mongolei ist reich an Bodenschätzen. Ein Abbau ist auf Grund des Klimas und der fehlenden Infrastruktur jedoch nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Hinsichtlich der Verpachtung des Bodens an ausländische Bergbaugesellschaften gibt es gegenwärtig im ganzen Land große Diskussionen.

Die Herdentiere wurden in der Mongolei niemals genau gezählt. Bei offiziell rund 26 Millionen Tieren (inoffiziell sollen es weit über 30 Millionen sein) ist das auch nur schwer zu bewerkstelligen. Fast 21 Millionen Tiere sind Schafe und Ziegen, letztere werden wegen ihrer Kaschmirwolle besonders gern gehalten.

Eine Internetadresse, die Ausgangspunkt, Entwicklung, Ergebnisse und Probleme der mongolischen Wirtschaft beschreibt, gibt es leider nicht. Machen Sie sich bitte mit Aspekten der Wirtschaftspolitik der Mongolei vertraut.
Im Jahreswirtschaftsbericht 2007 der deutschen Botschaft in Ulaanbaatar finden Sie wertvolle Informationen zur allgemeinen Wirtschaftslage und zur Wirtschaftspolitik des Landes. Vergleichen Sie die Entwicklung der Mongolei mit dem Jahr davor und lesen Sie dazu bitte die Angaben aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2006. Er enthält Angaben zum Entwicklungsstand wesentlicher Bereiche der mongolischen Wirtschaft und weist auf Probleme hin.
Gute Adressen sind auch das mongolische Außenministerium und das Ministerium für Industrie und Handel der Mongolei, wo Sie sich über die Situation in einzelnen Wirtschaftsbereichen recht ausführlich informieren können.
Weitere allgemeine Angaben finden Sie in einem Beitrag zu wirtschaftlichen Fragen aus dem Jahre 2006.

1996 wurde die Erholungsphase der mongolischen Wirtschaft durch negative externe Faktoren (Steppenbrände, Preiseinbrüche bei Kupfer und Kaschmir) und durch interne Ursachen(Defizite insbesondere im Energie und Finanzsektor) unterbrochen. Daraus entstanden dem Land zusätzliche Schwierigkeiten. Hinzu kamen die kalten Winter der Jahre 2001 und 2002, die große Viehverluste zur Folge hatten. Seit etwa vier Jahren verzeichnet die mongolische Wirtschaft ein deutliches Plus und das vergangene Jahr 2007 war bisher ein besonders erfolgreiches Jahr.

Seit 1990 verfolgt die Mongolei eine offene Wirtschaftspolitik. Kern dieses Konzepts ist die Förderung ausländischer Investitionen. Informieren Sie sich über International Business Practices in Mongolia.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftszweig in der Mongolei und bildet für ca. 45% der Bevölkerung die Existenzgrundlage. Das rasche Anwachsen der Herden mit einer seit 1992 jährlichen Steigerungsrate von etwa 5% auf inzwischen 30 Millionen Tiere (offiziell 26 Millionen) ist in den vergangenen Jahren glücklicherweise ins Stocken geraten. Die negativen ökologischen Folgen dieser extensiven Massentierhaltung sind bereits in großen Landesteilen offensichtlich. Lesen Sie einen Beitrag über den Wandel der mobilen Tierhaltung durch Privatisierung.

Tourismus

Informieren Sie sich anhand der Visa- und Reiseinformationen der mongolischen Botschaft in Deutschland über Grundzüge des Tourismus in der Mongolei.
Der Tourismus hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt und ist für das Land zu einer wichtigen Einnahmequelle für Devisen geworden. Er konzentriert sich aus klimatischen Gründen vorwiegend auf den Zeitraum April bis September. Inzwischen wird angestrebt, auch den Wintertourismus stärker zu entwickeln.
Die meisten "echten" Touristen kamen im vergangenen Jahr aus Japan. In der offiziellen Statistik liegen aber China, Rußland und Korea noch vor den Japanern. Deutschland liegt mit ca. 5 000 "echten" Touristen auf Platz sechs hinter den USA. Weitere Informationen dazu finden Sie auch beim Mongolian Tourismus Board , einer staatlichen Stelle, die sich sehr engagiert für die Tourismusentwicklung und -gestaltung in der Mongolei einsetzt.

Zahlreiche private Tourismusveranstalter in der Mongolei haben inzwischen eigene Homepages eingerichtet. Allgemein zu empfehlen sind:

Modern Nomads
Tsolmon Travel
Juulchin
Mongol Tours & Expeditions
Tuushin Co., Ltd
Nomads Tours and Expeditions
Nature Tours Co., Ltd.

Eine Vielzahl von touristischen Angaben zur Mongolei finden Sie unter Mongolian Tourism Association.

Auch in diesem Jahr wird es während der Sommermonate (Ende Mai bis Mitte September) erneut Probleme geben, Touristen und auch Dienstreisende aus Westeuropa in die Mongolei ein- und auszufliegen.
Die beiden Fluggesellschaften, die mongolische MIAT und die russische AEROFLOT die von Deutschland aus über Moskau direkt in die Mongolei und zurück fliegen, sind während dieser Zeit mitunter nicht in der Lage, der hohen Nachfrage gerecht zu werden.

Mongolische Fluggesellschaften und Reisebüros wie
Aero Mongolia
eznis
Airlink Mongolia
AIR MARKET
AIR TRANS
sind bei Flugbuchungen zumeist zuverlässig und liefern Ihnen ggf. die erforderlichen Flugdaten für Inlands- und Auslandsflüge. Natürlich können Sie auch Bestellungen direkt vornehmen. Von Deutschland aus ist das aber manchmal noch problematisch.

Abschließend noch der Zugang zu einigen wichtigen Hotels in Ulaanbaatar. Beachten Sie bitte, daß auch hier gerade bei kleineren Hotels die Buchung von Deutschland aus mitunter noch etwas schwierig sein kann.
Ulaanbaatar Hotel
Kempinski-Hotel Ulaanbaatar
Chinggis Khaan Hotel
Bayangol Hotel
Zaluuchuud Hotel
Khan Palace Hotel
Continental Hotel
Die genaanten Hotels verfügen in der Regel über einen guten Standard, wobei es aber auch hin und wieder noch Probleme gibt. Besonders das Frühstücksangebot läßt noch zu wünschen übrig.

Entwicklung und Entwicklungs-
politik

Die Beziehungen zwischen der Mongolei und Deutschland haben eine lange Tradition. Nach Japan ist die Bundesrepublik der zweitgrößte bilaterale Geber der Mongolei. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der Mongolei konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte: 1. Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, 2. Umweltpolitik und Schutz natürlicher Ressourcen einschließlich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. Über die laufende Arbeit in der Mongolei (Projekte, Daten & Fakten) informiert die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).

Ende Juni 2007 besuchte der deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos die Mongolei. Es war eine freundschaftliche Visite ohne konkrete Ergebnisse.


Ministerpräsident Enkhbold empfängt Wirtschaftsminister Glos

Drei große deutsche politische Stiftungen sind in der Mongolei tätig:
Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Gehen Sie zur Einstiegseite Mongolei und lesen Sie interessante Beiträge über die Entwicklung der Mongolei seit Mitte der 90er Jahre. Höchst aktuell die Zusammenfassung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) über die Mongolei. Im Reformtief - Dauerkrise oder 2. Aufbruch fragt sich der Autor des Beitrages. Vor allem im Rechtsbereich sehr aktiv und erfolgreich ist die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS).

>Andere deutsche Träger sind:
Centrum für Internationale Migration und Entwicklung (CIM)
Deutscher Entwicklungsdienst (DED)
Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWent). Stiftung für wirtschaftliche Entwicklung und berufliche Qualifizierung (SEQUA). Von großem praktischen Wert, insbesondere für private mongolische Unternehmen sowie gesellschaftliche und staatliche Einrichtungen in der Mongolei, sind die Erfahrungen deutscher Senior-Experten. Der Senior Experten Service (SES) mit Sitz in Bonn ist seit 1994 in der Mongolei präsent. Im Mai 2008 wird der 400. deutsche Experte erwartet. Alle Experten sind hochqualifiziert und arbeiten ehrenamtlich.

Bei den Vereinten Nationen finden Sie übersichtlich aufbereitet eine Vielzahl von Informationen über die Arbeit der verschiedenen UN-Einrichtungen (UNDP, UNICEF, UNESCO, WHO, UNHCHR, UNIFEM, UNHCR, UNPFA etc.) in der Mongolei, über laufende und geplante Projekte sowie zur Entwicklungszusammenarbeit. FAQ beantwortet Ihnen immer wieder häufig gestellte Fragen und vieles, vieles mehr.

Für Fachkundige von Interesse sein dürfte auch der Internetzugang Europäische Union für die Mongolei.

MCCI Die Industrie- und Handelskammer der Mongolei bietet Basisdaten über das Land, wirbt für Investitionen in der Mongolei und nennt mongolische Gesprächspartner, mit denen ausländische Interessenten in Verbindung treten können.

FIFTA Die Agentur für Ausländische Investitionen und Außenhandel ist eine Regierungsbehörde und erster Anlaufpunkt für alle Unternehmen, die auf dem Gebiet der Mongolei tätig werden wollen. Sie ist im Regierungshaus 11 im Zentrum von Ulaanbaatar untergebracht.

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