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Mali


Seite 3: Wirtschaft und Entwicklung

Wirtschaft

Wirtschaftssystem und seine Strukturen

Die malische Wirtschaft wird geprägt von der Dominanz des Agrarsektors sowie der rasch zunehmenden Bedeutung des Goldbergbaus.

 

Landwirtschaft

Nur ca. 4 % der Landesfläche sind ackerbaulich nutzbar, weitere
25 % können als Weideland genutzt werden. Die Anbauzentren des Landes befinden sich in den südlichen Landesteilen und entlang des Niger. Im Süden werden v.a. Nahrungsgetreide (Hirse, Sorghum, Mais), Baumwolle und Erdnüsse angebaut.

Entlang des Niger wird in erster Linie Reis angebaut. Seit Anfang der neunziger Jahre wurden die Bewässerungsflächen beständig ausgeweitet. Eine besondere Bedeutung fällt in diesem Zusammenhang insbesondere dem Bewässerungsgebiet des Office du Niger nördlich von Ségou zu. Es handelt sich um das größte Bewässerungsgebiet Westafrikas, in dem neben Reis auch Zuckerrohr und Gemüse angebaut werden, und in dem in Zukunft verstärkt auch Weizenanbau betrieben werden soll.Die Ausweitung der Bewässerungswirtschaft gehört zu den agrarpolitischen Prioritäten der malischen Regierung. In diesem Zusammenhang misst die Regierung dem geplanten Taoussa-Staudamm am Niger in der Region Gao eine besondere Bedeutung bei. An der Finanzierung dieses umstrittenen Großprojekts sind zahlreiche Geber beteiligt. Die Tatsache, dass sowohl Mali wie auch andere Anrainerstaaten neue Staudämme entlang des Niger planen, unterstreicht die Notwendigkeit einer besseren grenzüberschreitenden Abstimmung hinsichtlich der Nutzung des Nigerwassers.

In Zentralmali dominieren die extensive, v.a. von den Fulbe betriebene, Viehhaltung (Rinder, Schafe, Ziegen) und der Hirseanbau, welcher im Dogonland durch bewässerten Zwiebelanbau ergänzt wird. Im Nigerbinnendelta ist der Fischfang, der insbesondere von den Bozo betrieben wird, von großer Bedeutung. Je weiter man nach Norden gelangt, desto größer wird das Risiko, dass sich aufgrund ungünstig verteilter Regenfälle die kritische Periode zwischen dem Aufbrauchen der alten Erntevorräte und dem Einbringen der neuen Getreideernte verschiebt, wodurch sich die saisonale Abwanderung vom Land erheblich verstärken kann.
In Nordmali ist aufgrund der Aridität Anbau nur mit Bewässerung möglich sowie extensive Viehhaltung (v.a. Dromedare, Ziegen und Schafe).

Verstärkte Förderung erhält die kleingewerbliche Milchverarbeitung.

 

Brunnen bei Timbuktu   Bewässerungsanbau am Niger bei Ségou

Regenfeldbau in der Region Sikasso

Fotos: Kai-Uwe Seebörger

An einem Brunnen in der Region Timbuktu (links oben), Bewässerungsanbau am Niger in der Region Ségou (rechts oben) und Regenfeldbau in der Region Sikasso (unteres Bild)

 

Die Ursachen für immer wieder auftretende Ernährungskrisen sind vielfach komplexer Natur. Nach einer Heuschreckeninvasion und einer ungünstigen Regenzeit stellte sich in 2004 die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln zum ersten Mal seit längerer Zeit als extrem schwierig dar. Nach offiziellen Angaben waren mehr als eine Million Menschen vom Hunger bedroht und zumindest für einige Monate auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, wobei die nördlichen Landesteile am schlimmsten betroffen waren. Aufgrund guter Regenzeiten konnten in 2005 und 2006 weit überdurchschnittlich gute Getreideernten eingebracht werden (2006: 3,9 Mio. t, 2004: 2,8 Mio. t), was eine klare Entspannung der Ernährungssituation bewirkt hat. Auch in 2007 konnte eine gute Getreideernte eingebracht werden, die auf ca. 3,4 Mio. t beziffert wird (geschätzter Getreideüberschuss: 400.000 t, z.Vgl.: 2006: 264.000 t), obwohl in einigen Gegenden erhebliche Ernteschäden durch Überschwemmungen zu beklagen waren.
Die graduelle Verbesserung der Ernährungssituation lässt sich auch an der Entwicklung des Welthunger-Indexwertes erkennen. Dieser betrug für Mali 1997 32 und hatte sich bis 2003 auf 28 verbessert (z.Vgl.: Niger 33, Burkina Faso 26).

 

Getreidespeicher    Rinderherde in der Region Ségou

Fotos: Kai-Uwe Seebörger

Auf dem linken Bild sieht man einen traditionellen Getreidespeicher. Ein erheblicher Teil der Getreideernte geht infolge von Lagerungsverlusten und Schädlingsbefall verloren. Das Bild rechts zeigt eine Rinderherde in der Region Ségou. Rinder aus Mali werden v.a. in die an der Guineaküste gelegenen Länder exportiert.

 

Bergbau und Industrie

Der Goldbergbau erlebt seit den neunziger Jahren einen Boom. Im Süden und Südwesten Malis wurden große Goldlagerstätten erschlossen, wobei ausländischen Investoren (v.a. aus Südafrika) eine Schlüsselrolle zufiel. Nach Meinung von Kritikern ziehen ausländische Bergbaufirmen einen überproportionalen Nutzen aus dem malischen Goldbergbau, und in verstärktem Maße wird über Alternativen hinsichtlich der Aufteilung der Erlöse diskutiert.

Mali ist mittlerweile, nach Südafrika und Ghana, zum drittgrößten Goldexporteur Afrikas aufgestiegen. Die Goldproduktion betrug in 2006 58 t (2004: 44,6 t).  

Nördlich von Gao in Nordwestmali werden Phosphatvorkommen für den Binnenmarkt abgebaut. In 2005 wurden in Nordmali Erdöllagerstätten entdeckt, an deren Erschließung große Hoffnungen geknüpft sind.

Der malische Industriesektor ist lediglich von peripherer Bedeutung und wird von kleinen und mittelgroßen Betrieben dominiert. Von den ca. 17.000 Arbeitsplätzen im Industriesektor befinden sich ca. 75 % in der Agglomeration Bamako. Wichtigste Industriezweige sind die Nahrungsmittelindustrie und die Baumwollentkernung, sowie eine Textilfabrik. Im September 2007 wurde in der Nähe Bamakos eine Düngemittelfabrik eröffnet, von der eine deutliche Verbesserung der Versorgung mit Düngemitteln erwartet wird. Ebenfalls im Umland Bamakos wird das erste privat finanzierte Kraftwerk errichtet, von dem eine Verbesserung der problematischen Elektrizitätsversorgung erwartet wird.  

Das derzeit größte Industrieprojekt umfasst den Bau einer großen Zuckerfabrik sowie die Anlage von 15.000 ha bewässerter Zuckerrohranbaufläche unter Beteiligung eines US-amerikanischen Zuckerkonzerns im Gebiet des Office du Niger.

Industriebetrieb zur Speiseölherstellung

 

Koutiala, Region Sikasso: Industriebetrieb zur
Speiseölherstellung auf der Basis von Baumwollsamen

 

 

Foto: Kai-Uwe Seebörger

 

Informeller Sektor

Insbesondere in den rasch wachsenden Städten ist der informelle Sektor von großer Bedeutung. Er sieht sich jedoch mit einer Reihe ernster Probleme konfrontiert. So sind die im informellen Sektor erzielten Einkommen vielfach gering, der Zugang zu Krediten und Produktionsmitteln ist stark eingeschränkt und es fehlt weitgehend an Förderungsstrategien für diesen bislang von der Wirtschaftspolitik vernachlässigten Sektor. Von erheblicher Bedeutung gerade auch für den informellen Sektor ist die zunehmende Zahl von Mikrofinanzinstitutionen wie dem Dorfsparkassennetzwerk Kafo Jiginew. Eine wichtige Zielgruppe der Mikrofinanzinstitutionen stellen Frauen dar.

 

Tourismus

In einigen Regionen gewinnt der Tourismus zunehmend an Bedeutung. Die Zahl der ausländischen Touristen stieg von 98.000 Personen in 2002 auf 250.000 Personen in 2007, womit der Tourismus ein immer wichtigerer Wirtschaftssektor wird (Einnahmen aus dem Tourismus 2007: 84 Mrd. FCFA).

 

Wirtschaftsindikatoren, Analysen, Statistiken

Mali gehört entsprechend der Indikatoren der menschlichen Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen zu den 10 ärmsten Ländern der Welt (Rang 173 von 177 in 2007). Wichtigster Wirtschaftssektor ist die Landwirtschaft, die 80 % der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung beschäftigt und 36 % (2006) zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Stark an Bedeutung gewonnen haben in den letzten zehn Jahren der Goldbergbau sowie der informelle Sektor.

Es besteht ein deutliches Süd-Nord-Gefälle der wirtschaftlichen Entwicklung. Südmali mit der Agglomeration Bamako und den Baumwollanbaugebieten weist deutlich bessere Indikatoren der Wirtschaftsentwicklung auf als die zentralen und nördlichen Landesteile.

Von erheblicher Bedeutung sind Rücküberweisungen von im Ausland lebenden Maliern (nach Schätzungen der malischen Regierung jährlich 80 Mrd. bis 120 Mrd. FCFA).

Die seit September 2002 anhaltenden bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen in der Elfenbeinküste und die dadurch ausgelöste dortige Wirtschaftskrise haben sich in negativer Weise auf die Wirtschaftsentwicklung Malis ausgewirkt. Wichtige Absatzmärkte für malische Agrarprodukte in der Elfenbeinküste brachen weg. Der bis 2002 in erster Linie über die Elfenbeinküste abgewickelte Außenhandel Malis wurde durch stark gestiegene Transportkosten belastet. Erschwerend kam hinzu, dass aufgrund von fremdenfeindlichen Entwicklungen in der Elfenbeinküste zehntausende Malier nach Mali zurückkehren mussten. Dies brachte erhebliche wirtschaftliche Belastungen im Lande, da die üblichen Geldüberweisungen an in Mali lebende Familienangehörige entfielen. Zudem fehlt es in Mali an wirtschaftlichen Betätigungsmöglichkeiten für die Zwangsrückkehrer, die sich in ihrem eigentlichen Heimatland in einer Art Flüchtlingssituation wiederfinden.

Seit einiger Zeit mehren sich Anzeichen einer Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Mali und der Elfenbeinküste, mit der u.a. eine engere Zusammenarbeit in der Elektrizitätsversorgung vereinbart wurde.

Das Wirtschaftswachstum betrug in 2007 4 %, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (5,3 %) bedeutete. Im Durchschnitt der Jahre 2002-2006 betrug das Wirtschaftswachstum 4,9 %.

Regelmäßig aktualisierte Informationen zur Ernährungssituation und -sicherheit in Mali stellt das Hungerfrühwarnsystem FEWSNET bereit.

 

Wirtschaftspolitik

In der Wirtschaftspolitik verfolgt die Regierung eine Förderung der Privatwirtschaft und der Liberalisierung.

Seit 1988, mit Nachdruck aber insbesondere seit Mitte der neunziger Jahre unternimmt die malische Regierung deutliche Anstrengungen zur Ankurbelung der Wirtschaft. Die auf Druck und mit Unterstützung der Weltbank durchgeführten wirtschaftspolitischen Reformprogramme (Handelsliberalisierung, Privatisierung und Liquidierung unrentabler Staatsbetriebe, Sektorprogramme) führten zu mehr Leistungsanreizen und Wettbewerb sowie einem deutlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts und ausländischer Investitionen. Oftmals verursachten die auf Druck der internationalen Gebergemeinschaft initiierten Maßnahmen aber auch soziale Härten und trafen bei (Teilen) der Bevölkerung auf Ablehnung. Bei der mittlerweile gescheiterten Privatisierung des staatlichen städtischen Wasser- und Energieversorgers Energie du Mali (Übernahme der Kapitalmehrheit in 2000 durch die französische Bouygues-Gruppe) wurden sogar die vertraglich festgelegten Rahmenbedingungen auf Druck breiter Teile der Bevölkerung durch den Staatspräsidenten wieder außer Kraft gesetzt. Nach grundlegenden Meinungsverschiedenheiten mit der malischen Regierung verkaufte die Bouygues-Gruppe im Oktober 2005 ihre Anteile. Nach der gescheiterten Privatisierung bleibt abzuwarten, ob die Energie du Mali erneut zum Sorgenkind der malischen Privatisierungspolitik wird, die im übrigen vor dem Wahljahr 2007 erheblich an Elan verloren hat. Die im Lande umstrittene Privatisierung der halbstaatlichen Baumwollgesellschaft CMDT wurde mehrfach verschoben, und soll nun bis 2008 geschehen. In verstärktem Maße sollen auch die Baumwollproduzenten auf die Privatisierung vorbereitet werden.

Die Privatisierung der staatlichen Ölmühlengesellschaft HUICOMA endete im Juni 2007 in einem Fiasko.  

Die malische Regierung ist bemüht, verstärkt ausländische und malische Privatinvestoren, insbesondere für den Ausbau des Industriesektors, zu gewinnen, wobei auch Public Private Partnership gefördert wird.

Bislang konzentrieren sich Privatinvestoren auf die Sektoren Telekommunikation, Transportwesen und Baugewerbe. Hemmend wirkt sich neben der Binnenlage und infrastruktureller Mängel die weiterhin weit verbreitete Korruption aus, welche nach einer in 2004 erschienenen Weltbank-Studie zu den wichtigsten Investitionshemmnissen zählt.

 

Produkte und Produktionsweisen

In der Agrarwirtschaft dominieren traditionelle Produktionsweisen, die weitgehend ohne moderne Produktionsmittel auskommen. Ausnahmen stellen der moderne Bewässerungsreisanbau und der exportorientierte Baumwollanbau dar. Letzterer ist in den letzten zehn Jahren massiv ausgeweitet worden (2007: 308.000 t Rohbaumwolle, z.Vgl: 2006: 401.000 t), was zunehmende ökologische Schäden nach sich zieht. Die USAID fördert seit 2005 die Verwendung von gentechnisch manipuliertem Baumwollsaatgut. Bei der Ausarbeitung von Regeln der biologischen Sicherheit strebt die malische Regierung eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Regierungen anderer westafrikanischer Staaten an. Der biologische Baumwollanbau gewinnt allmählich an Bedeutung und wird gegenwärtig von ca. 5000 Bauern in Südmali praktiziert.

Baumwollernte in der Region Ségou

 

 

Baumwollernte in der Region Ségou

 

 

 

Foto: Kai-Uwe Seebörger

 

Der Gemüseanbau hat v.a. im Umland größerer Städte stark zugenommen.

Insbesondere in Nord- und Zentralmali wird von den Tuareg, Mauren und Fulbe traditionelle halbnomadische und nomadische Tierhaltung praktiziert.

Die von den ausländischen Bergbaufirmen im Goldbergbau praktizierten Abbautechniken sind kapitalintensiv und setzen entsprechend ausgebildetes Fachpersonal (häufig Ausländer) voraus.

 

Handel

Wichtigste Handelspartner Malis sind die EU-Staaten sowie die Nachbarländer Senegal und Elfenbeinküste. Der malische Außenhandel ist stark defizitär. In 2006 standen Importen im Wert von 951 Mrd. FCFA (2005: 907 Mrd. FCFA) Exporte von lediglich 578 Mrd. FCFA (2005: 459 Mrd. FCFA) gegenüber. Wichtigste Einfuhrgüter waren Ausrüstungen, Geräte und Fahrzeuge sowie Mineralölprodukte. Bei den Exporten stand mit weitem Abstand Gold an der Spitze (68 % des Exportwerts), gefolgt von Baumwolle (23 %). Stark zurückgegangen ist der Anteil von Lebendvieh, wobei jedoch zu erwähnen ist, dass die Lebendviehexporte nur teilweise von der offiziellen Statistik erfasst werden (weitverbreiteter Schmuggel in die Nachbarländer).

Die malische Volkswirtschaft ist stark von der Entwicklung der Weltmarktpreise für Baumwolle und Gold abhängig. Mali ist in besonderem Maße von den erheblichen Schwankungen der Weltmarktpreise für Baumwolle betroffen. 1995 erzielte das Land pro Tonne exportierter Rohbaumwolle 1.486 Euro, in 2000 dagegen nur noch 784 Euro, wozu u.a. die Subventionspolitik der USA und EU beigetragen hat. Der seitdem verzeichnete Wiederanstieg der Weltmarktpreise (2004: 1.001 Euro pro Tonne exportierter Rohbaumwolle) wurde zu einem erheblichen Teil durch die stark gestiegenen Produktionsmittel- und Transportkosten relativiert.

Angesichts stark steigender Weltmarktpreise für Weizen wird auch in Mali verstärkt nach Alternativen zur Verwendung von importiertem Weizenmehl gesucht, das v.a. in den Städten in Form von Weißbrot konsumiert wird.

Die agrarpolitische Diversifizierungsförderung, u.a. die Förderung des Mangoexports, ist eher zaghaft und stößt auf eine Reihe von Schwierigkeiten.

 

Staatsverschuldung

Im Juni 2005 profitierte Mali zusammen mit 17 anderen hochverschuldeten Entwicklungsländern von einem von den G-8-Staaten gewährten umfassenden Schuldenerlass. Dennoch stellt die Verschuldung weiterhin ein wichtiges Problem dar.

 

Entwicklung und Entwicklungs-
politik

Armut und Armutsbekämpfung

Seit 1992 verfolgt die malische Regierung konsequent eine multisektorielle Politik der Armutsbekämpfung und der Befriedigung der Grundbedürfnisse, welche sich auch in den landesspezifischen Millenium - Entwicklungszielen erkennen lässt. Die wichtigsten Entwicklungsprogramme zielen in erster Linie auf einen Ausbau der Basisgesundheitsdienste, der Wasserversorgung sowie des Grundschulwesens ab. Diese Schwerpunkte flossen in 2002 in die Ausarbeitung einer Armutsbekämpfungsstrategie ein. Ein Schwachpunkt bei der bisherigen Umsetzung der Strategie ist in der relativ schwachen Beteiligung der Zivilgesellschaft zu sehen.

 

Nationale Entwicklungsanstrengungen

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Regierung und ihre Kritiker die Entwicklungsplanungen und -perspektiven unterschiedlich bewerten. Während die Regierung ihre Erfolge und die von ihr initiierten Programme, wie z.B. das PDES, hervorhebt, zeichnen ihre Kritiker ein wesentlich pessimistischeres Bild der gegenwärtigen Situation, und üben scharfe Kritik an den Regierungsprogrammen.

 

Ausländische Entwicklungsanstrengungen

Die Bundesrepublik Deutschland ist nach Frankreich, den USA, Kanada und den Niederlanden ein wichtiges Geberland. Die wichtigsten multilateralen Geber sind die Weltbank, die Kommission der EU, die Afrikanische Entwicklungsbank und UNDP.

Folgende Links führen Sie zu landesspezifischen Aktivitäten einzelner Institutionen und Organisationen:
France diplomatie
SNV
CIDA
EU
Afrikanische Entwicklungsbank
UNDP

 

Deutsche Entwicklungs- und Hilfsorganisationen in Mali

Mali ist seit dem Jahr 2000 eines der Schwerpunktpartnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Im Rahmen des Dreijahresprogramms 2006-2008 hat die Bundesregierung dem Land insgesamt 72 Mio. Euro als nicht-rückzahlbaren Zuschuss zugesagt (2003-2005: 67 Mio. Euro). Schwerpunkte der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit sind die Unterstützung der Dezentralisierung und der Kommunalentwicklung, die Förderung der Landwirtschaft und eines nachhaltigen Ressourcenmanagements, sowie der Ausbau der Trinkwasserversorgung und der Abwasser- und Müllentsorgung. Zusätzlich beteiligt sich die Bundesrepublik an Aidspräventions- und Behandlungsmaßnahmen.

Folgende Links führen Sie zu landesspezifischen Aktivitäten deutscher Institutionen und Organisationen:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
Deutscher Entwicklungsdienst
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
Kreditanstalt für Wiederaufbau
Friedrich-Ebert-Stiftung
Welthungerhilfe
Solisa Freundeskreis
Eine-Welt Nordenham e.V.
Partnerschaft für ländliche Entwicklung in Afrika e.V.

 

bewässerter Gemüseanbau   Kleinstaudämme

Fotos: Kai-Uwe Seebörger

Dogonland, Region Mopti: Die von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit geförderte Errichtung von Kleinstaudämmen (rechts) ermöglicht eine Ausweitung des bewässerten Gemüseanbaus (links)

 

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