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Madagaskar
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Übersichtskarte: Repoblikan’i Madagasikara (Republik Madagaskar)
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Lage des LandesLandesgröße : 587.040 km2 Mit einer Gesamtfläche, anderthalb Mal so groß wie Deutschland, ist Madagaskar ein wahrer Inselkontinent im Indischen Ozean, der durch den 400 km breiten Kanal Mosambik von Afrika getrennt ist. Der Inselstaat Madagaskar ist nach Grönland, Neuguinea und Borneo die viertgrößte Insel der Welt und bietet dank seinen 5000 km langen Küsten, zusammen mit zahlreichen vorgelagerten Inseln, von denen zweifelsohne Nosy Be im Norden sowie Sainte Marie im Osten am bekanntesten sind, unzählige Badeortschaften. In Ost-West-Richtung erstreckt er sich über 580km, in Nord-Süd-Richtung über 1580km. Die Amtsprache ist Malagasy, auf Deutsch Madagassisch genannt, die alle Madagassen gemeinsam teilen. Weitere offizielle Sprachen sind Französisch, die von einem Teil der gebildeten Bevölkerung beherrscht wird, sowie nach Verfassungsänderung im April 2007 ebenfalls Englisch. Madagaskar besteht aus 22 Regionen. Hauptstadt ist die im zentralen Hochland gelegene Stadt Antananarivo, auch bei einer geschätzten Einwohnerzahl von 1,5 Millionen die mit Abstand größte Stadt des Landes. Die fünf weiteren Großstädte Madagaskars sind: Toamasina im Osten, Fianarantsoa im südlichen Hochland, Toliara im Süden, Mahajanga im Westen sowie Antsiranana im Norden. |
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Landesimpressionen
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GrunddatenEinen Überblick über das Land finden Sie unter : |
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Naturräumliche GegebenheitenGeographisch wird Madagaskar im Allgemeinen in vier große Landschaftszonen eingeteilt: in die vom Regenwald bedeckten Bergabhängen im Osten, das zentrale Hochland, der generell trockenere Westen, der bis zur Südspitze der Insel zum Teil immer wüstenhafter wird. Für ganz Madagaskar gilt klimatisch gleichermaßen wie für das gesamte Gebiet des westlichen Indischen Ozeans: die heißere und regenreiche Jahreszeit geht vom November bis April, die kühlere und trocknere vom Mai bis Oktober. Genauer lässt sich die Insel jedoch entsprechend der Landschaftszonen in vier klimatischen Zonen unterteilen :
Die durch ihren typischen Lateritboden genannte "Rote Insel" ist vom Norden bis Süden durch das zentrale Hochland von mehreren Bergrücken durchzogen, die im Norden ihren Höhepunkt mit dem Gebirge von Maromokotra (2.876 m) erreichen, in zentralen Hochland mit dem Massiv von Ankaratra (2.642 m) und im Süden mit dem Pic Boby (2650 m). Die vier größten Binnenseen sind: im Nordosten der Alaotra-See mit einer Gesamtfläche von 220 km2, der Itasy-See im zentralen Nordwesten, der Kinkony im Westen, Tsimananampetsotse im Süden. |
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Ökologische HerausforderungenAls der alte Südkontinent Gondwana auseinanderbrach, trennte sich Madagaskar vor 165 Millionen Jahren, im späten Jura, als die Dinosaurier noch auf der Erde lebten, von Afrika und vor 80 Millionen Jahren, am Ende der Kreidezeit, von Indien. Seine lange Isolierung ermöglichte den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten, die ihren Ursprung im Gondwana fanden. So konnten sich hier die Fauna und Flora unabhängig von Arten des afrikanischen und asiatischen Festlandes entwickeln, was zu der biologischen Einzigartigkeit und Vielseitigkeit auf der Insel führte. Heute sind rund 80% der madagassischen Tier- und Pflanzenarten endemisch, von denen die Lemuren sicherlich die Bekanntesten sind.
Unnachhaltige Praktiken, wie Überweidung oder Brandrodung, sind bis heute leider wichtige Plagen, die zur Zerstörung von über 80% der ursprünglichen Primärwälder geführt haben, mit Bodenverschlechterung und Erosion, Gefährdung und Aussterben von Tier- und Pflanzenarten als Hauptfolgen. Um den enormen ökologischen und sozioökonomischen Folgen Einhalt zu gebieten, initiierte der madagassische Staat den Umweltschutz als eine der 8 Prioritäten des Madagascar Action Plans, Madagaskars Entwicklungsplans, der in Anlehnung an die Millenium Entwicklungsziele erarbeitet wurde. Ziel ist, die 9 Millionen Hektar Wälder und Wassergebiete für den Schutz der natürlichen Ressourcen zu erhalten, und die Fläche der Naturschutzgebiete nach der Durban Vision des madagassischen Staatspräsidenten Marc Ravalomanana 2003 zu verdreifachen. |
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Sozialgeographische Gegebenheiten (Städte, Siedlungen, Verkehrswege)Die Sanierung und der Ausbau des insgesamt 30.000 km langen, teilweise geteerten Strassennetzes, haben nach ihrem Beginn 2003 zu einer Modernisierung der Hauptstrecken der Nationalstraßen geführt. Die Hauptstadt Antananarivo ist der Ausgangspunkt fünf Hauptstraßenachsen, die zu den größeren Siedlungsgebieten des Landes führen. So erreicht man über die folgenden Routes Nationales oder Nationalstraßen die meisten Regionen der Insel :
Dank des gut ausgebauten Flugnetzes, bestehend aus über 100 Landepisten, von denen 57 dem öffentlichen Verkehr geöffnet sind, ist der Großteil von Madagaskar per Flugzeug erreichbar. Madagaskar zählt 15 Häfen, auf deren Infrastrukturen sich jedes Projekt der handwerklichen, mittelständischen oder Industriefischerei stützen kann, und die sich wie folgt unterteilen lassen :
Das 870 km lange Schmalspureisenbahnnetz, das einige Orte des Hochlandes mit der Ostküste verbindet, stammt aus der Kolonialzeit und wird heute meist für den Warentransport eingesetzt. Jedoch sind auch in diesem Bereich Modernisierungsprogramme angelaufen. |
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Flagge und nationale Symbole, WährungJede der drei Farben der madagassischen Flagge verweist auf ein Symbol: Die Farbe Weiß zeigt die Reinheit des Herzens sowie die Loyalität der Madagassen. Die Farbe Rot symbolisiert die Souveränität sowie die die Macht des madagassischen Staates. Die Farbe Grün steht schließlich für Landwirtschaft, Naturvielfalt aber auch Hoffnung. Wahrzeichen Die nationale Maxime lautet "Vaterland, Freiheit, Entwicklung" |
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WährungDie offizielle Währung Madagaskars heißt Ariary, die am 1. Januar 2005 den Franc Malagasy ablöste. Sie entspricht den Wert von 5 Francs Malagasy und ist selber in 5 Untereinheiten unterteilt, der Iraimbilanja. Laut der madagassischen Zentralbank habe der bisherige Franc Malagasy durch die Einführung des Euro seine Daseinberechtigung verloren. Der Begriff Ariary bezeichnete übrigens bereits in der Vorkolonialzeit die offizielle Währung und wurde von der Landbevölkerung stets beibehalten. Der alte Franc wird noch bis 2009 durch die Zentralbank umgetauscht. |
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