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Laos
Landesüberblick & Naturraum

"Rush Hour" in Vientiane

Karten

Laos liegt im Herzen Südostasiens. Das sternschnuppenförmige Land ist das einzige Binnenland in der Region.

Lage & Größe

Mit einer Größe von 236.800 Quadratkilomtern entspricht Laos in etwa der Größe der alten Bundesländer. Laos erstreckt sich über eine Länge von ungefähr 1200 Kilometern und eine Breite von ungefähr 200 Kilometern.

Der schmale Südteil von Laos liegt auf der Indochinesischen Halbinsel zwischen Vietnam im Osten, Kambodscha im Süden und Thailand im Westen. Der Nordteil des Landes liegt auf dem eigentlichen südostasiatischen Festland, hier teilt sich Laos zudem Grenzen mit der südchinesischen Provinz Yunnan und Myanmar.

Ungefähr 50 Prozent des Landes sind dicht mit Regen- und Monsunwald bewaldet.

Grunddaten

Straßenbau in Vientiane

 

  • Amtssprache: Laotisch

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  • Hauptstadt: Vientiane

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  • Bevölkerung: 5,62 Millionen (Zensus 2005), davon 2,82 Millionen Frauen, 2,8 Millionen Männer

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  • Bevölkerungsdichte: Ø 24 Einwohner je Quadratkilometer
    (Vientiane ca. 180 Einwohner je Quadratkilomter)

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  • BIP pro Kopf: 491 US$

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  • Lebenserwartung: 54,5 Jahre (Frauen: 56, Männer: 53)

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  • Bevölkerungswachstum: 2,4 % / Jahr

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  • Anteil Bevölkerung < 15 Jahre: 40 %, > 65 Jahre: 4 %

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  • Gesamtfruchtbarkeitsrate: 4,8 Kinder / Frau

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  • Kindersterblichkeit: 82 / 1000 Geburten

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  • Kindersterblichkeit unter fünf Jahren: 91 / 1000 Geburten

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  • Analphabetenrate (über 15 Jahre): 45 % (UNDP 2005)

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  • Einschulungsrate (Primär): 85 %

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  • Einschulungsrate (Sekundär): 35 %

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  • Telefonanschlüsse: 12 / 1000 Leute, Mobiltelefone: 638.200

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  • Ca. 40 % aller Bewohner wohnen mehr als 6 km von einer größeren Straße entfernt

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  • Urbanisierung: 22 %

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  • Laut Weltbank leben ca. 72 % unter 1 US$ / Tag und ca. 23 % unter 2 US$ / Tag

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  • AIDS-Rate: 0,1 %

 

Weitere interessante Daten zu demographischen Daten, Bodenschätzen, Anbauprodukten, Deviseneinnahmequellen und Infrastruktur bietet das CIA Factbook.

Naturraum

Laos erstreckt sich zwischen dem Mittellauf des Mekong und den Annamitischen Kordilleren und ist geprägt vom Wechsel zwischen steilen Bergketten und engen, tief eingekerbten Tälern, durch die sich der Mekong mit seinen vielen Nebenflüssen als Lebensader des Landes schlängelt. Der 1.835 km lange Strom ist jedoch durch eine ihn in weiten Teilen begleitende Vielzahl von Stromschnellen nur auf etwa 700 Kilometern zwischen Vientiane und Savannakhet schiffbar.

Neben dem Mekong gibt es weitere wichtige Flüsse wie den Nam Ou im Norden des Landes. Er ist 448 Kilomter lang und entspringt in der Provinz Phongsaly. An der Flussmündung Pak Ou, wo er in den Mekong fließt, befinden sich die beiden bekannten Höhlen Tham Thing und Tham Phum.

Ein riesiges Gebirge mit Höhen von ca. 2000 Metern zieht sich in Nord-Süd-Richtung fast durchs ganze Land. Der höchste Berg ist der Phu Bia mit 2.819 m. Nur ca. 16 % des Landes liegen unter 2000 Metern. Im Süden und Norden des Landes gibt es Plateaus und Tiefebenen. Die Hauptstadt Vientiane liegt in einer solchen Tiefebene am Mekong.

Von Mai bis Oktober herrscht der Sommer- oder Südwestmonsun, der mit starken Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit verbunden ist. In dieser Zeit fällt eine Niederschlagsmenge von durchschnittlich 1800 Millimetern.

Zwischen November und Februar ist durch den Nordostmonsun ein trockenes und kühleres Klima anzutreffen ist. Das ist der sehr angenehme „Laotische Winter". In den Monaten März und April herrscht ein feucht-heißes Klima.

Sozialraum

 

 

Beim letzten Zensus 2005 ergab sich eine Gesamtbevölkerung von 5,6 Millionen. Davon leben weniger als ein Drittel in Städten, Die Bergregionen sind dünn besiedelt, die fruchtbaren Ebenen am Mekong sind am dichtesten bevölkert. Die Provinz Savannaketh ist mit 721.500 Einwohnern die bevölkerungsreichste Provinz. Die vier größten Städte sind Vientiane mit 200.000 Einwohnern, Pakse im Süden des Landes mit ca. 88.500 Einwohner, Savannaketh mit 66.500 Einwohnern und Luang Prabang im Norden mit 47.500 Einwohnern.

Das Straßennetz in Laos ist im Ausbau, von 31.200 Kilometern Straße sind bisher knapp 4.500 asphaltiert. Vor allem im Norden sind die Flüsse wichtige Alternativen zum schlechten Straßenverkehrsnetz. Sie verbinden Ortschaften und Städte, die zum Großteil noch nicht an ein Straßennetz angebunden sind.

Ökologische Probleme

 

Die Biodiversität in Laos bringt eine große Anzahl an einzigartigen Tier- und Pflanzenarten hervor, die durch die Erschließung des Landes vom Aussterben bedroht sind.

Die Abholzung der Wälder bedroht den Lebensraum der artenreichen Flora und Fauna und auch den Lebensraum der Menschen.

Die laotische Regierung verfolgt eine Reihe von Wasserkraftprojekten, mit denen das südostasiatische Land verstärkt Strom erzeugen und in die Nachbarländer exportieren will. Nach zehnjährigen Verhandlungen mit der Regierung in Vientane sagte die Weltbank am 31.3.2005 einen Kredit über 1,3 Mrd. US-$ für den Bau eines Staudamms am Fluss Nam Theun zu, woraufhin internationale Banken weitere 1,6 Mrd. US-$ zusicherten. Von dem erzeugten Strom, der ins benachbarte Thailand exportiert werden soll, erhofft sich die Regierung ab 2009 Einnahmen von jährlich rund 220 Mio. US-$. Kritiker des Projekts befürchten, dass der geplante 450 Quadratkilimoter große Stausee das Ökosystem und die Lebensgrundlagen der Menschen in der Region zerstört.

Umweltschützer warnen vor Umweltverschnutzungen und negativen sozialen Konsequenzen, die sich durch den Abbau von Gold und Kupfer im Süden des Landes ergeben. Die Zyanidlauge, die zum Abbau von Kupfer eingesetzt wird, kann die nahegelegenen Flüsse verseuchen, die in den Mekong münden.

1995 gründetet Laos zusammen mit Kambodscha, Thailand und Vietnam die Mekong River Commssion (MRC) mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung des unteren Mekongbeckens.

Nationale Symbole

 

 

 


© 3dflags.com

Lao (Pasa Lao) bildet im multiethnischen Laos die überdachende Kommunikationssprache des Landes, aufgrund der französischen Kolonialgeschichte sprechen vor allem viele ältere Laoten noch Französisch, das durch den massiven Einfluß des Englischen mehr und mehr verdrängt wird. Die Anzahl der im Land existierenden 82 Sprachen spiegelt die ethnische Heterogenität und Komplexität der nationalen Zusammensetzung wider.

Die Landesflagge besteht aus rot-blau-roten Balken. Innerhalb des blauen Balkens befindet sich ein weißer Kreis. Rot steht für das im Unabhängigkeitskampf vergossene Blut, Blau symbolisiert die "blühenden Landschaften" und den Wohlstand, der weiße Kreis im Zentrum der Flagge symbolisiert die sozialistische Orientierung des Einparteienstaates.

Das Staatswappen zeigt unter anderem das That Luang, das nationale buddhistische Heiligtum des Landes, umgeben von Symbolen, die auf die sozialistische Entwicklung des Landes hinweisen. Die Nationalhymne wurde bereits 1947 komponiert, ihr Text wurde 1975 bei der Gründung der laotischen Volksrepublik geändert.

Das Nationalheiligtum That Luang im Mondschein

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