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Landes-
Überblick

Kuba

República de Cuba


Die Bezeichnung "Kuba" geht auf den Namen der Insel zurück, wie er von den karibischen Ureinwohnern verwendet wurde:"Cubagua", was soviel heißt wie: "Ort, an dem man Gold findet".


Die Flagge wurde erstmals bei dem großen anti-spanischen Aufstand im Jahre 1850 benutzt, und am 20.05.1902 offiziell als Nationalflagge gehisst. Das rote Dreieck steht für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und für dafür im Unabhängigkeitskampf vergossene Blut. Die drei blauen Streifen stehen für die damaligen Provinzen des Staates. Der weiße Stern (La Estrella Solitaria) ist ein Symbol für Freiheit und Gleichheit und sollte ursprünglich ausdrücken, dass den USA ein neuer Staat hinzugefügt werden sollte.








Das Staatswappen zeigt im Schildhaupt, mittels eines goldenen Schlüssels (aus dem Wappen von Havanna) unter der aufgehenden Sonne die Lage der Insel am Golf von Mexiko. Darüber, als Freiheitssymbol, eine phrygische Mütze über einem Liktorenbündel, als Symbol der Autorität. Im gespaltenen Schild finden sich links Schrägbalken in Blau und Silber, und rechts eine Palmenlandschaft, als Symbol für die Agrarstruktur.




               © H.V.

Die Nationalblume ist die Mariposa Blanca, eine einheimische Jasminart mit leichtem Duft. Sie wurde von den kubanischen Frauen in den Unabhängigkeitskriegen benutzt, um Botschaften in die Schlachtfelder zu übermitteln. Sie symbolisiert die Reinheit, den Aufruhr und die Unabhängigkeit.








Der Nationalbaum ist die Königspalme. Obwohl sie im gesamten karibischen Raum zu finden ist, dominiert sie in der Landschaft des Landes und liefert seit ewigen Zeiten Holz und Palmblattstiele für ländliche Konstruktionen. Die Früchte der Palme dienen zur Fütterung der Tiere und geben Öl für die Bevölkerung. Vor allem ihre schlanke, respektvolle und majestätische Figur, die den stärksten Stürmen trotzt, symbolisiert den unbeugsamen Charakter des Kubaners





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Kubanischer Peso = 100 Centavos
Konvertierbarer Peso (1CUC = 1,08 US-Dollar)
De Wechselkurs zwischen Peso Convertible und Peso Cubano ist derzeit auf 1:24 (1:25) festgeschrieben


Che Guevara


Die Basiseinheiten entsprechen dem Internationalen Einheitensystem, häufig werden aber noch ältere kubanische oder spanische Einheiten verwendet wie
1 caballería = 13,42 ha
1 libra = 0,46 kg




1. Januar: Tag der Befreiung (1959)
1. Mai: Tag der Arbeit
25.-27. Juli: Jahrestag des Sturmes auf die Moncada (26. Juli 1953)
10. Oktober: Jahrestag des Beginns der Unabhängigkeitskriege
25. Dezember: Weihnachten






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Satellitenfoto





Der kubanische Archipel gehört zu den Großen Antillen und grenzt im Süden an das Karibische Meer, im Nordwesten an den Golf von Mexiko und im Nordosten an den Atlantischen Ozean. Neben der Hauptinsel "Isla de Cuba" und der "Insel der Jugend" umfasst das Archipel etwa 1.600 meist unbewohnte kleinere Inseln, die Cayos, von denen einige in den letzten Jahren für den Tourismus erschlossen wurden. Die Hauptinsel hat eineLänge von 1250 km, die Breite schwankt zwischen 32 und 210 km.
Kuba ist mit 109.886 qkm etwa so groß wie die neuen Bundesländer und hat knapp 11,3 Mio. Einwohner.
Die Landessprache ist spanisch.
Das Land gliedert sich in 14 Provinzen sowie 140 Kreise (Municipios). Die Hauptstadt ist Havanna .

Einige Provinzen präsentieren sich auf einer eigenen homepage (lange Ladezeiten):

Santiago de Cuba
Villa Clara
Matanzas
Granma
Holguín




Landschaft

70% Kubas bestehen aus ebenem bis leicht hügeligem Flachland. Dieses besteht weithin aus Kalkstein und bietet nahezu ideale Voraussetzungen für die Anlage von Plantagenkulturen und Viehzucht. Auf fruchtbaren Böden im Zentrum der Insel wird vorwiegend Zuckerrohr angebaut, auf den roten Laterit-Böden, hauptsächlich im Westen, der weltberühmte Tabak, im Osten der Insel Reis. Ausgedehnte Citrusplantagen finden sich besonders auf der Insel der Jugend. Für die Eigenversorgung werden weiterhin Bananen, Knollenfrüchte und Gemüse angebaut und in den Bergregionen Kaffee.


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Bergketten und - massive mit einer Höhe zwischen 700 und 2 000 m erstrecken sich überwiegend entlang der südlichen Küste im westlichen, mittleren und östlichen Teil der Insel.
An der mittleren Südküste Kubas erhebt sich das stark bewaldete Gebirge El Escambray . Das weitläufigste und höchste Gebirge ist die an der Südküste gelegene Sierra Maestra mit dem Pico Turquino als höchstem Berg Kubas (1 972 m). Zusätzliche Bedeutung erhält sie aus der Geschichte. In den Bergen der Sierra Maestra nahm die kubanische Revolution ihren Anfang.
Eine Besonderheit stellt die weite Verbreitung von Karsterscheinungen auf der Insel dar. Einzigartig sind die "Mogotes" im Valle de Viñales im Westen der Insel - bizarre, stark bewachsene Kalksteinkegel, die aus der Ebene emporragen. Sie waren einst die Säulen eines gewaltigen Höhlensystems, das im Laufe der Jahrtausende einstürzte.


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Kuba besitzt in seinen Karstgebieten ein ausgedehntes Netz unterirdischer Wasserläufe. Die mehr als 200 oberirdischen Flüsse sind eher kurz und verlaufen in Nord-Süd-Richtung. In der Trockenperiode führen sie kaum Wasser, zur Regenzeit sind weite Überschwemmungen keine Seltenheit. Zur Sicherstellung der Bewässerung in der Landwirtschaft wurde eine Vielzahl von Stauseen angelegt. Der mit 340 km längste und wasserreichste Fluss Kubas, Rio Cauto, entspringt in der Sierra Maestra. Die über 5.700 km lange Küste ist gesäumt von Korallenriffen, Mangroven Buchten, Salzwiesen, Sümpfen und Schwemmländern. 54% der Küste ist ein bis zu 200 km breiter flacher Schelf vorgelagert. Die kubanischen Korallenriffe gehören zu den am besten entwickelten Riffen der Karibik und haben hohe wirtschaftliche Bedeutung, besonders für den Küstenschutz, die Fischerei und als Devisenbringer im internationalen Tauchtourismus. Sandstrände sind auf der Hauptinsel relativ selten, der bekannteste befindet sich auf der Halbinsel von Varadero. Für den Tourismus werden deshalb immer mehr Cayos erschlossen. Aus ökologischer Sicht ist das problematisch, besonders, weil zur Erschliessung bis zu 50 km lange Dämme gebaut wurden.



Klima

In Kuba herrscht ein wechselfeuchtes Randtropenklima . Es gibt zwei Jahreszeiten: der schwül-heisse Sommer ist die Hauptregenzeit mit durchschnittlich 27°C. Die Luftfeuchtigkeit erreicht fast 100%. Die Durchschnittswerte im Winter liegen bei 20°C und 77% Luftfeuchtigkeit. Im Winter wurden aber auch schon Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt gemessen.
Von Juni bis November ist die hurrikangefährdete Zeit, die auch heftige Überschwemmungen mit sich bringen kann. In den letzten Jahren traten in der Karibik vermehrt Hurricans mit hoher Intensität auf. Kuba war mehrmals schwer betroffen, wie z.B. 2004 durch Charley und Ivan.
Kuba zeichnet sich durch einen sehr gut funktionierenden Zivilschutz aus, so dass es selten Todesopfer zu beklagen gibt. Die materiellen Schäden sind jedoch immens und betreffen vor allem die Zerstörung von Häusern, der Energieversorgung und grosser Teile der Ernte - Schäden, von denen das Land sich nur schwer erholt.
Immer wieder wird Kuba auch von Dürreperioden heimgesucht wie zuletzt zwischen 2003 und 2005, als in großen Gebieten der östlichen Provinzen die Niederschläge jahrelang ausblieben.


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Flora und Fauna

Zur Zeit der Eroberung durch die Spanier waren 90% Kubas bewaldet. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Waldbestand für die Anlage landwirtschaftlicher Nutzflächen, den Anbau von Zuckerrohr und zur Deckung des Bedarfs an Edel - und Nutzhölzern um die Hälfte reduziert. Heute sind nur noch 18% der Insel mit Wald bedeckt. Dennoch gilt Kuba als grüne Insel - el cocodrillo verde - , denn die Vegetation ist üppig und mit etwa 8 000 Pflanzenarten auch für karibische Verhältnisse sehr vielfältig. Seit der Revolution herrscht ein strenges Abholzungsverbot, zudem wurde ein umfangreiches Wiederaufforstungsprogramm begonnen.
In den südöstlichen Gebirgen wächst noch immergrüner Feuchtwald. Auf der Halbinsel Zapata befinden sich große Mangroven- und Sumpfwälder. Die Ebenen im Landesinneren werden von der bis zu 40 m hohen Königspalme dominiert. Unter den rund 300 Palmenarten der Insel ist die seltene 100 Mio Jahrealte Korkpalme hervorzuheben, die vor allem im Valle de Vinales wächst.
Es gibt auch eine Reihe von Nadelhölzern. Die Isla de Pinos (heute Insel der Jugend) verdankte dem reichen Pinienbewuchs ihren Namen.
Die Fauna Kubas ist ebenfalls artenreich. Besonders attraktiv ist die Unterwasserwelt mit ihren 900 verschiedenen Fischarten. Weiterhin lassen sich auf Kuba 350 Vogelarten, 185 Schmetterlingsarten und über 7000 Insektenarten zählen. Im Norden sindbeeindruckende Flamingo-Brutkolonien anzutreffen. Die Mehrzahl der an Land lebenden Fauna zählt zur Gattung der Reptilien, darunter Krokodile, Leguane, Salamander, Schildkröten und 15 Spezies ungiftiger Schlangen. Aus Kuba stammt der kleinste Vogel der Welt: Der Schimmerkolibri oder Zunzún ist kaum größer als eine Heuschrecke und wiegt nur zwei Gramm. Dank seines rot-weiß-blauen Gefieders - den Farben der kubanischen Flagge - wurde der Kuba-Trogon zum Nationalvogel erkoren. Er ist ebenso nur auf Kuba zu finden wie der Aura Tinosa, ein schwarzer Geier mit rotem Kopf.
Besonders markant ist die hohe Anzahl an endemischen Arten, die bei den Pflanzen über 50%, bei den Tieren 43% ausmachen. Im Land existieren mehr als 200 Naturschutzgebiete, die 22 % des nationalen Territoriums einnehmen. Sechs Zonen wurden von der UNESCO zu Biosphäreservaten erklärt. Ein herausragendes Projekt ist der Alexander von Humboldt Nationalpark im Osten der Insel. Hierzu ist eine umfangreiche Forschungsarbeit im Netz verfügbar.



Bevölkerung

Zur Zeit der ersten Landung von Kolumbus auf Kuba lebten dort drei Indiostämme , die Guanahatabeyes, Jäger und Sammler im Westen der Insel, die Siboneyes in Mittelkuba und die Taínos im Osten. Letztere betrieben bereits Ackerbau. Bereits 100 Jahre nach Beginn der Kolonialherrschaft gab es kaum noch Überlebende der Urbevölkerung. Heute erinnern lediglich Namen von Orten, Tieren und Pflanzen noch an die Urbevölkerung.
Derzeit setzt sich die Bevölkerung aus 65 % Weissen, 10 % Schwarzen und 25 % Mestizen zusammen. 0,5 % der Bevölkerung haben chinesische Vorfahren, die nach Abschaffung der Sklaverei Ende des 19. Jh. als schlecht bezahlte Vertragsarbeiter aus China geholt wurden. Detaillierte Bevölkerungsdaten gibt es auf den Seiten der nationalen Statistikeinrichtung
Ein Vielzahl von Daten liefert auch das CIA-World-Factbook
Seit einer Verfassungsänderung 1992, die auch Gläubigen die Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei erlaubte, besonders aber seit dem Besuch des Papstes 1998 erfährt die Religion in Kuba einen beständigen Aufschwung. Dieser betrifft sowohl die katholische Kirche als auch die afrokubanische Religion und die protestantischen und evangelikalen Kirchen.


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