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Demokratische Republik Kongo
Seite 1: Landesüberblick & Naturraum

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Lage und Größe des Landes

Kongo-Afrika-Vergleich




DRKongo-EU-Vergleich

Die Demokratische Republik Kongo ist der drittgrößte Staat in Afrika und mit 2.345.410 km² ca. 6,6 x so groß wie die Bundesrepublik Deutschland.

Das Land erstreckt sich zwischen 5º 30' nördlicher und 13º 5' südlicher Breite sowie zwischen 12º 15' und 31º 15' östlicher Länge in Zentralafrika am Äquator.

Eine 9.165 km lange gemeinsame Grenzen besteht zu den Staaten: Republik Kongo (Brazzaville) im Westen, Zentralafrikanische Republik im Norden, dem Sudan im Nordosten, Uganda, Ruanda, Burundi und Tansania im Osten, Sambia im Südosten und Süden, Angola im Süden und Südwesten.

Die 40 km lange Küste nördlich der Kongomündung stellt die einzige Öffnung zum Atlantischen Ozean dar. Diese trennt die angolanische Exklave Cabinda vom Rest der Republik Angola ab. Hier befinden sich unter anderem Erdölvorkommen.

Im Osten des Landes befindet sich die Seenkette des Großen Afrikanischen Grabens, die die Ostgrenze bildet. Dazu gehören unter anderem (von Nord nach Süd) der Albertsee, Eduardsee, Kivusee und Tanganyika-See. Sie birgt darüber hinaus mit die bedeutendsten Bodenschätze Afrikas.

Grunddaten


Verlässliche auf neueren Volkszählungen beruhende Daten sind häufig nicht verfügbar. Bei aktuellen Grunddaten sollten mehrere Datenbanken herangezogen werden. Das World Factbook der CIA bietet wesentlichen Daten zur Demokratischen Republik Kongo in tabellarischer Übersicht an. An dieser Stelle sind auch wirtschafts- und soziale Indikatoren aus dem HDR empfehlenswert.

Naturräumliche Gegebenheiten

Kongo Unterlauf (10,5K)

Rund 60 % des Landes nimmt das Kongobecken mit seinen tropischen Regenwäldern ein. Es ist in allen Richtungen von Bergzügen von 500 bis 1000 m Höhe begrenzt.

Im Süden wird es vom Shaba- oder Katanga-Bergland begrenzt, das Teil der Lundaschwelle ist.

Im Süden und Osten des Landes steigen die Bergzüge zu Hochgebirgen auf, wie die Mitumba-Berge und die Kundelungu-Berge im Süden sowie die Zentralafrikanische Schwelle und Virunga-Vulkane im Osten. Sie erreichen Höhen von bis zu 1200 m und sind reich an Bodenschätzen wie Kupfer und Uran. Die höchste Erhebung ist mit 5109 m der Margherita Peak und befindet sich im Ruwenzori-Gebirge an der Grenze zu Uganda.

Aufgrund ihrer geografischen gewaltigen Größe hat die DRKongo ein besonderes abwechslungsreiches Klima

Da sich das Land beiderseits des Äquators befindet, herrscht Äquatorialklima: kontinuierlich warm und feucht, dennoch mit Nuancen gemäß der geografischen Breite und der Höhenlage. heiß und feucht im äquatorialen Flussbecken und in der Hauptstadt Kinshasa , kühler und trockener im südlichen Hochland um Lubumbashi, kühler und feuchter in Kisangani und im östlichen Hochland

Im zentralen Teil des Territoriums fallen heftige Regen, die sich auf das ganze Jahr verteilen, während die Temperatur ständig um 26 Grad bleibt.

Im Norden und Süden des Landes folgen dagegen Regenzeit (8 Monate des Jahres) und Trockenzeit aufeinander. Auf den höchsten Punkten fällt auch Schnee.

Das Klima ist gemäßigt und alpin in den mittelhohen Lagen.

Ökologische Probleme

Minenarbeiter in Montgbawalu

Nach dem Amazonasgebiet weist das Kongobecken den zweitgrößten Bestand an tropischem Regenwald mit reicher Biodiversität auf. Dazu kommen die artenreichen Bergregenwälder im Osten des Landes, u.a. bekannt als Heimat der Berggorillas.

Regenwaldlandschaft

Regenwaldlandschaft

Diese Wälder sind stark gefährdet durch die Nachfrage nach tropischen Hölzern. Vor allem schwer zugängliche Waldgebiete entlang der Flüsse sind von illegalem Einschlag betroffen. Zudem ist der Waldbestand durch Bürgerkrieg, intensive Brandrodung und Brennholzeinschlag zurückgegangen. Auch in den Bergbaugebieten finden Umweltschonende Aspekte keinerlei Berücksichtigung. Rekultivierung oder Aufforstung würden die Kosten erhöhen. Nicht zuletzt aufgrund der unsicheren Lage sind die Bergbauunternehmen auf rasche Profite aus.

Bestandaufnahmen, Schutz und Aufforstungen wurden bisher nicht systematisch durchgeführt. Die Regierung von J. Kabila hat erklärt, dem Umweltschutz größere Priorität einzuräumen. Dazu ist es aber bis heute auch nach der Einsetzung einer demokratischen Regierung nicht gekommen.

Sozial- geographische Gegebenheiten

Kinshasa

Kinshasa

Die gesamte Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo wird auf 62 Millionen Menschen geschätzt. Allein bis zu acht Millionen davon in der Hauptstadt Kinshasa. Auf die Gesamtfläche berechnet ergibt sich eine Einwohnerdichte von 21,0 Einwohnern/km².

Hütte in Isiro

Hütte in Isiro, DR Kongo,    © Susanne Schüpbach

Zu den wichtigsten Städten zählen, Lubumbashi 1.283.380 Einw., Mbuji-Mayi 1.213.726 Einw., Kisangani 682.599 Einw. und Bukavu 471.789 Einw. (Stand 2004). Die gesamte Stadtbevölkerung wird auf 30% geschätzt.

bukavu

Stadt Bukavu am Kivu-see, Ost DR Kongo

Flagge, nationale Symbole

Flagge
Staatswappen
Das Staatswappen

Die neue Landesflagge der Demokratischen Republik Kongo wurde am 18. Februar 2006 nach der Ratifizierung der neuen Verfassung gültig. Sie war in ähnlicher Form bereits von 1963 bis 1971 in Gebrauch.

Das aktuelle Wappen wurde ebenfalls 2006 eingeführt. Die Devise "Justice, Paix, Travail", bedeutet, aus dem Französischen übersetzt "Gerechtigkeit, Friede, Arbeit".

Der Titel der Nationalhymne der Demokratischen Republik Kongo lautet Debout Congolais (Steh auf, Kongolese). Text und Melodie stammen von J. Lutumba und S. Boka. Sie wurde 1960 eingeführt, 1972, als das Land in Zaïre umbenannt wurde, ersetzt und 1997 bei der Rückkehr zum alten Namen Kongo wieder eingeführt.

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