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Jemen
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Karten |
Als allumfassende Quelle für Jemen sei zu Beginn das CIA World Factbook
empfohlen.
Detailkarten:
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Grunddaten
Altstadt von Sanaa (Foto: © Heiner Walther) |
Nameal-Djumhuriya al-Yamaniya (Republic of Yemen / Republik Jemen)LageJemen liegt im Südwesten der Arabischen Halbinsel. Nördlicher Nachbar ist das Königreich Saudi-Arabien (1458 km gemeinsame Grenze), im Osten das Sultanat Oman (288 km). Im Süden und Westen wird das Land von den Fluten des Golfes von Aden bzw. des Roten Meeres umspült. Zum Staatsgebiet des Jemen gehören auch zahlreiche kleine und größere Inseln, u.a. Sokotra (Golf von Aden), sowie die im Roten Meer gelegenen Inseln Perim, Kamaran, al-Hanish al-Kabir, al-Hanish as-Saghir und Djebel Zuqar.HauptstadtSanaa 1.937.451 Einwohner (2005), zugleich politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, sowie größte Stadt des Landes.
Sanaa (Foto: © Heiner Walther) Größe und TopographieDer Jemen ist mit 536.869 (nach anderen Angaben 527.970 bzw. 528.076) km2 anderthalb mal so groß wie Deutschland. Weitere wichtige Städte sind Aden, Taiz, Hodeida und Mukalla. An der Westküste liegt die Tihama, eine bis zu 70 km breite halbwüstenartige Ebene, die rasch in die Gebirgsregion mit der höchsten Erhebung, dem Djebel an-Nabi Shu'aib, 3760 m, übergeht. Nach Osten hin fällt das Gebirge allmählich zur Wüste ar-Rub' al-Khali ab. Tief eingeschnittene, z.T. fruchtbare Wadis (z.B. in Hadramaut) sind kennzeichnend für das Arabische Tafelland im Osten. (für zahlreiche Fotos klicken Sie hier)KlimaDas Klima ist dreigeteilt: feucht heißer Küstenstreifen mit einer mittleren Jahrestemperatur von 30°C (Westen und Süden), relativ kühles Hochland (mittlerer Teil), trocken heiße Wüste im Osten (ar-Rub' al-Khali und Wadi Hadramaut). Die meisten Niederschläge fallen im Hochland, insbesondere in der Region um Ibb: (bis zu 1000 mm). Nach Norden und Osten nehmen sie drastisch ab. Zu weiteren naturräumlichen Gegebenheiten im Jemen, wie Fauna und Flora, ist das Länderlexikon die beste Informationsquelle.BevölkerungJuli 2007: 22.231.000 (Zählung 1994: 14.588.000!) Einwohner (42,1 Einwohner/km2), meistens jemenitische Araber und Afrikaner (letztere vor allem in der Tihama); im Süden auch Inder, Pakistaner, Äthiopier und Somalier, außerdem eine offiziell nicht genau bekannte Zahl von Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern (meist Somalia) sowie Palästina und Irak. 29,5% lebten 2007 in Städten, vor allem in Sanaa, Aden, Taiz und Hodaidah, wie die Aufstellung der Yemen Central Statistic Organisation verdeutlicht. Das durchschnittliche jährliche Bevölkerungswachstum liegt bei 3,4% (2000 - 2006) und zählt zu den höchsten der Welt. Seit 1975 ist die Gesamtbevölkerung um das Zweieinhalbfache angestiegen. 46,2% sind 14 Jahre und jünger. Die Analphabetenrate lag 2006 bei ca. 45% (Frauen 68%), wobei nach wie vor deutliche Unterschiede im Bildungsniveau zwischen dem Norden und dem Süden des Landes bestehen. (für weitere Details zur Bevölkerung siehe auch: CIA Factbook)SpracheAmtssprache ist (Hoch-)Arabisch. Im Alltag werden Dialekte in den einzelnen Landesteilen gesprochen (jemenitisches Arabisch). Außerdem sind noch vereinzelt südarabische Sprachen verbreitet, wie Mehri (Mahri) (Provinzen Hadramaut und al-Mahra) und Sokotri (Soqotri) auf der Insel Sokotra. Ausführliche Informationen zur sprachlichen Situation in Jemen bringt der Ethnologue Report for Yemen. Als Geschäftssprache wird weitestgehend Englisch verwendet. Deutsch ist nur wenig verbreitet, wenn überhaupt, dann vor allem im ehemaligen Südjemen (Aden).Staatsformpräsidiale Republik mit Einkammer-Parlament , Staatspräsident ist Ali Abdallah Saleh (seit 22.05.1990). |
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(Fotos: © Heiner Walther) |
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Umweltprobleme |
Eines der größten Umweltprobleme Jemens ist der rapide sinkende Grundwasserspiegel, vor allem in den Großstädten Sanaa
und Taiz. Dort wird schon seit Jahren von einer regelrechten Wasserkrise
gesprochen. Hauptgründe sind einerseits der
steigende Bedarf an Trinkwasser durch das hohe Bevölkerungswachstum und andererseits der enorme Verbrauch für die
Bewässerung besonders der Qatpflanzen, deren
Anbaufläche weiterhin – leider – zunimmt (2006: 8% der landwirtschaftlichen Nutzfläche, ca. 40% des Wasserverbrauchs).
In den Medien wird häufig und kritisch darüber geschrieben,
eine umfassende Lösung ist aber nicht in Sicht. Wohl eher das Auge störend
– zumindest von Ausländern – ist ein weiteres Problem: Abfall. In den größeren Städten Sanaa, Aden, Taiz und
auch Mukalla sind inzwischen deutliche Verbesserungen zu sehen, dank auch deutscher Hilfe (
GTZ-Projekt zur Dezentralisierung
der Abfallwirtschaft im Jemen).
Blick auf die Stadt Shibam im Wadi Hadramaut (Foto: © Heiner Walther) |
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Flagge und andere nationale Symbole
![]() das Staatswappen (seit 22.05.1990) |
Die Staatsflagge der Republik Jemen (rechteckiges Tuch im
Verhältnis 1:3) besteht aus drei Längsstreifen, oben rot, in der Mitte weiß und unten schwarz, in
jeweils gleicher Breite. Die Farbe Rot symbolisiert die Revolution, Weiß die Grundlagen und die Reinheit der
Revolution, Schwarz steht für die Unterdrückung während der Herrschaft der Imame im Norden (bis 1962)
und des britischen Kolonialismus im Süden des Landes (1967).
Das seit dem 22. Mai 1990 gültige Staatswappen besteht aus einem Adler, zu seinen Füßen ein Schriftband mit dem Landesnamen. Auf seiner Brust sind der 1986 erbaute Staudamm von Marib und darüber eine Kaffeepflanze beides Symbole des modernen Jemen zu sehen. Flankiert wird der Adler zu beiden Seiten von der jemenitischen Staatsflagge. In der Nationalhymne werden Wohl und Glück des vereinigten Jemen sowie innige Verbundenheit mit dem Vaterland besungen. Den arabischen Text und die englische Übersetzung finden Sie hier. |
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