Karten |
Indien - ein Land der VielfaltIndien ist ein faszinierendes Land von ungewöhnlicher Vielfalt. Sprachen, Religionen, Landschaften - alles ist in diesem Land in mannigfaltiger Ausführung vertreten. Sie finden in Indien zum Beispiel Wüstengebiete, endlose fruchtbare Landstreifen entlang der Gangesebene oder das höchste Gebirge der Welt - Himalaya. Die Vielfalt lässt sich kartographisch beispielhaft für die Bereiche Topographie, Geologie und Klimazonen illustrieren. Die Karte auf der linken Seite lässt sich durch einen Klick vergrößern.
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Lage und Größe |
Indien - ein großes LandIndien ist mit einer Fläche von 3.287.590 km² der siebtgrößte Staat der Erde und mit Abstand das größte Land in Südasien. Indien erstreckt sich in West-Ost-Richtung vom 68. bis zum 97. östlichen Längengrad über rund 3.000 Kilometer. Von Nord nach Süd, zwischen dem 8. und dem 37. Grad nördlicher Breite, beträgt die Ausdehnung rund 3.200 Kilometer. Indien hat mit sechs Staaten gemeinsame Grenzen: Pakistan, China, Nepal, Bhutan, Myanmar und Bangladesch. Insgesamt beträgt die Grenzlänge 14.103 Kilometer. Da der nördliche Teil des umstrittenen Kaschmirs seit 1949 unter pakistanischer Kontrolle steht, hat Indien keine gemeinsame Grenze mit Afghanistan mehr. |
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Impressionen |
Indien - ein Land der GegensätzeIndien wird als Schwellenland eingestuft. Immer häufiger wird es gar als eine der kommenden globalen Wirtschaftsmächte gehandelt. Mit Indien verbindet sich Hochtechnologie, Atomkraft, eine schnell wachsende Filmindustrie (Bollywood), Wolkenkratzer und extremer Reichtum. Wer an Indien denkt, sieht aber auch die extreme Armut, Kinderarbeiter, um ihre Lebensgrundlagen gebrachte Ureinwohner (Adivasi), Kastenlose (Dalits), die tagtäglich diskriminiert werden, und Dörfer ohne Strom und Wasser.
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![]() © Martin Peter Houscht
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Grunddaten |
Indien - Basiswissen zum EinstiegAsian Development Bank, Microsoft Encarta, Fischer Weltalmanach und die CIA liefern Grundinformationen über Indien. Natürlich gibt es eine Vielzahl weiterer internationaler und nationaler Organisationen, die statistische Daten zum Land bereitstellen. Besonders zu erwähnen sind hier das Portal der indischen Regierung, das US Census Bureau und natürlich die Weltbank. Ausgewählte Grunddaten:
Sie können auch Indien mit anderen Staaten hinsichtlich Fläche, Bevölkerung und anderer Kriterien vergleichen. |
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Naturraum |
Indien - Vielfalt auch in der Natur
Die natürliche Grenze im Norden und Nordosten bildet der Himalaya, das höchste Gebirge der Welt, das im äußersten Nordwesten durch das Hochtal des Indus vom Karakorum getrennt wird. Südlich an den Himalaya schließen sich die breiten, fruchtbaren Stromebenen der Flüsse Ganges und Brahmaputra an. Den Nordosten Indiens, einschließlich der Brahmaputra-Ebene, verbindet nur ein schmaler Korridor zwischen Bangladesch und Nepal bzw. Bhutan mit dem Rest des Landes. Die Nordostregion wird durch das bis zu 3.800 Meter hohe Patkai- oder Purvachalgebirge von Myanmar sowie das knapp 2.000 Meter hohe Khasigebirge von Bangladesch abgeschirmt. Das Hochland von Dekkan nimmt den größten Teil der keilförmig in den Indischen Ozean vorragenden indischen Halbinsel ein. Das Vindhya - und das Satpuragebirge schirmen den Dekkan von der Gangesebene im Norden ab. Im Westen wird er von den bis zu 2.700 Meter hohen Westghats, im Osten von den flacheren Ostghats begrenzt. Beide Gebirgszüge treffen im Süden, wo die Halbinsel spitz zum Kap Komorin zuläuft, zusammen. Die Westghats fallen steil zur Konkan- und Malabarküste entlang des Arabischen Meeres ab. Die Ostghats gehen in die breiteren östlichen Küstenebenen am Golf von Bengalen über. Indien weist sowohl ein subtropisches Kontinentalklima (v.a. in Nord- und Zentralindien) als auch ein tropisches Klima auf (im Süden sowie in den Küstengebieten). Diesen "Klimadualismus" bemerken Besucher Indiens sehr schnell. Während im Norden die Temperaturen im Januar unter 10 Grad fallen und im Mai auf weit über 40 Grad ansteigen können, ist es im Süden des Landes ganzjährig warm bis heiß. Vom unterschiedlichen Klima und der Vielfalt der Naturlandschaften profitieren auch Flora und Fauna. Die unterschiedliche Vegetationen sind Heimat einer Vielzahl von Hirschen, Elefanten, Affen, (bengalischen) Tigern, Kamelen, Schlangen, mehr als 1.200 einheimischen Vogelarten etc. Doch auch in Indien dringt der Mensch in seinem Hunger nach Land vor und vereinnahmt den Lebensraum der Pflanzen und Tiere.
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Ökologische Probleme |
Indien - die Vielfalt ist in GefahrIndustrialisierung und Bevölkerungswachstum und mit ihr die zunehmende Urbanisierung/ Metropolisierung sind wichtige Faktoren für eine Reihe von schwerwiegenden Umweltproblemen, wie die Luftverschmutzung, den Waldschwund und die Ausbreitung der Wüsten. "Vielfältig" lautet ein Schlüsselbegriff auf dieser LISys. Biodiversity Profile of India bringt eine weitere Nuance in diesem Zusammenhang. Wasser ist zu einem knappen Gut geworden. Schon heute spüren das viele Millionen von Indern. WOTR ist eine der führenden indischen Fachorganisationen, die mit so genannten Wassermanagementmaßnahmen Dürregebiete in blühende Landschaften verwandelt hat. Der Umweltbericht 2006/2007 des indischen Umweltministeriums berichtet über Umweltprobleme. Down to Earth ist das wohl renommierteste, alle 14 Tage erscheinende Umweltmagazin in Indien. Erdbeben und schwere Wirbelstürme ereignen sich immer wieder in Indien. Relativ glimpflich verlief der Orkan im April 2003. Zuvor bestanden Befürchtungen, die schlimmen Ereignisse rund um den Killersturm in Orissa könnten sich wiederholen. 2007 wurden Teile Indiens, v.a. Uttar Pradesh, Bihar, Orissa, Gujarat und Assam, von schweren Überschwemmungen heimgesucht, die großen Schaden anrichteten.
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Sozialraum |
Indien - bis 2045 bevölkerungsreichster StaatMit rd. 1,1 Milliarden Einwohnern ist Indien das nach China bevölkerungsreichste Land der Erde. Das derzeitige jährliche Bevölkerungswachstum von rd. 1,5 % sorgt für ein absolutes Bevölkerungswachstum in der Größenordnung der Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen - jedes Jahr! Die Bevölkerung des Landes verteilt sich sehr ungleich. Große Bevölkerungskonzentrationen gibt es in fruchtbaren Landstrichen wie der Stromebene des Ganges, Westbengalen und Kerala, während der Himalaya, der Nordosten sowie aride Regionen in Rajasthan eine geringe Bevölkerungsdichte aufweisen. In den Großräumen der Millionenstädte Mumbai (früher Bombay), Neu-Delhi und Kolkata (Kalkutta) leben aktuell über 50 Millionen Menschen. Der wichtigste Verkehrsweg in Indien ist die Straße. Schon in den 1970er Jahren hat der Straßenverkehr bei der Güter- und Personenbeförderung die Eisenbahn überholt. Heute werden rund 70 Prozent des Gütertransports und sogar 85 Prozent des Personenverkehrs auf der Straße abgewickelt.
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Nationale Symbole
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Der bengalische Tiger ist das Nationaltier Indiens; die Mango ist die Nationalfrucht. Die Nationalhymne beruht auf einem Gedicht des Poeten Rabindranath Tagore. Natürlich gibt es auch einen Nationalvogel, einen Nationalbaum und andere wichtige nationale Symbole.
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