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GUATEMALA
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Seite 4Gesellschaft & Kultur
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Soziale Strukturen Nach Brasilien
ist Guatemala das Land in Lateinamerika mit den größten Gegensätzen
zwischen arm und reich: Eine kleine Oberschicht von
Weißen und ladinos verfügt über den
Großteil des
Nationaleinkommens,
während über 75% der Gesamtbevölkerung in Armut
leben.
Das auf den ersten Blick
beeindruckende Bild einer seit Jahrhunderten
vermeintlich multikulturellen
Gesellschaft von mehr als 20
verschiedenen indigenen
Ethnien
![]()
Im Alltag
diskriminiert, von der Tourismuswirtschaft werbewirksam
instrumentalisiert:
Mayafrauen auf dem Markt in Santiago Atitlán (© Ralf Wyrwinski) Mayas und ladinos: Kultur, Abgrenzung und IdentitätKulturelle
Identität der Maya
Obwohl die Maya seit
Jahrhunderten vielfältigen
"westlichen" Einflüssen unterliegen, ist es ihnen gelungen, bis in
die Gegenwart wesentliche Teile ihrer Kultur zu bewahren und bestimmte
eigene Traditionen mit den fremden Kulturelementen
zu neuen und eigenständigen Formen zu verschmelzen.
Bis heute wirken die
verschiedenen Mayasprachen
in den einzelnen Landesteilen
Weder die katholische
Missionierung
seit der
Kolonialzeit
noch das Vordringen protestantischer
Sekten als
Zeichen religiöser
Reorganisation in den letzten
Jahrzehnten
konnten die Existenz vieler synkretistischer Organisationen
der traditionellen
Dorfverwaltung wie
den cofradías,
den typischen "Laienbruderschaften" mit ihrer wichtigen Rolle in der Festökonomie
Die Förderung von
Mayasprachen durch Basisorganisationen wie der Academia
de Lenguas Mayas de Guatemala
Zusammensetzung der indigenen Bevölkerung im Jahr 2000
Quellen: Bürstmayr, M. (2003): Apartheidstaat Guatemala. Die indigene Bevölkerung zwischen Widerstand und Unterdrückung. In: Stumpf, M. et al. (Hrsg.): Guatemala - Ein Land auf der Suche nach Frieden. Politik, Geschichte, Kultur, Begegnungen. Frankfurt/Main, S. 207. Kulturelle Identität der ladinos Die bewusste Abwendung von diesen Traditionen, die Ablehnung der überlieferten indigenen Verhaltensweisen und eine allgemeine Geringschätzung der Mayakultur prägen, grob vereinfacht, die Identität der ladinos, denen sowohl die Mestizen mit "indigenen Wurzeln" als auch die akkulturierten indígenas zuzurechnen sind. Sie alle haben das idealisierte Modell der "westlichen Kultur" in Sprache, Kleidung, Normen und Konventionen übernommen und bestreiten eine wie auch immer geartete Bedeutung der indígenas für die Entwicklung des Landes. Obwohl sie keine in sich homogene Gruppe ausmachen, interpretieren sie - in Übereinstimmung mit den "Weißen" als den Nachfolgern der hispanischen Eroberer - ihre Lebensform gern als guatemaltekische Nationalkultur; entsprechend bleiben ihnen die Forderungen der Maya nach Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Partizipation mehrheitlich fremd. Die kulturelle Diskrepanz zwischen indígenas und ladinos gehört auch zu den wichtigsten Themen der guatemaltekischen Kunst und Literatur
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Gesundheit und Sozialwesen |
Zugang
zu sozialen Dienstleistungen
Obwohl die Maya die
Bevölkerungsmehrheit darstellen,
haben sie
einen wesentlich schlechteren Zugang zu den sozialen Dienstleistungen
des Landes als ladinos oder
Weiße:
Soziale und wirtschaftliche Teilhabe Mehr als 80% der indigenen
Bevölkerung leben in ländlichen Regionen. Da die
Landwirtschaft nach wie vor eine der wichtigsten Einkommensquellen
für die Maya darstellt, sind sie von Landmangel und ungerechter
Landverteilung besonders betroffen:
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Bildung und Wissenschaft |
Bildungseinrichtungen
in
Guatemala
Internationale
Schulen Über das Schulwesen in Guatemala und die Konzepte der aktuellen Bildungspolitik informiert das Bildungsministerium Wissenschaftliche Institutionen in Guatemala Universitäten Universidad Francisco Marroquín Universidad de San Carlos de Guatemala Universidad del Valle de Guatemala Bibliotheken Nationalbibliothek Centro de Investigaciones Regionales de Mesoamérica (CIRMA) Internationale Institutionen DAAD InWEnt (Guatemala eingeben) |
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