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Costa RicaSeite 1: Landesüberblick & Naturraum |
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"Costa
Rica - no artificial ingredients"
So wirbt die nationale Tourismusbehörde ICT
für
das
Naturparadies Costa Rica, das immer wieder als Schweiz
Mittelamerikas - sowohl wegen seiner bergigen Landschaft als auch wegen
seines relativen Wohlstandes - bezeichnet wird. Es ist nach El Salvador
das kleinste zentralamerikanische Land und
ist mit seinen 51.100 km² nur etwas größer
als
Niedersachsen oder die Schweiz. Es bildet den südlichen Teil
der
Landbrücke zwischen Süd- und Nordamerika, die erst
vor 3 Mio.
Jahren geschlossen wurde. Der Fluss Río
San Juan bildet im
Norden weite Teile der Grenze zu Nicaragua, im Süden
schließt sich Panama an.
Weitere Karten von Costa Rica finden Sie
z.B. bei weltkarte.com
Auf den Seiten des nationalen Meteorologieinstitutes finden Sie Wettervorhersagen und Satellitenbilder
.
Es gibt auch eine Zusammenstellung der verschiedenen
Anbieter
mit Satellitenbildern
.
Detaillierte Karten stellt Maptak zusammen. |
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Grunddaten![]() ©
SE
Kinder an der karibischen Küste |
Aktuelle Zahlen werden von den verschiedensten Institutionen herausgegeben, so z.B. vom nationalen Institut für Statistik und Volkszählungen INEC ,
dem Projekt Estado
de Nación ,
von der UNDP in den Human
Development Reports , oder auch von der CIA im World factbook
.Nicht nur das Fehlen von Rohstoffen die man hätte ausbeuten können, auch die relativ stabile Lage im 20. Jahrhundert in einer Region von Bürgerkriegen hat Costa Rica zu seiner immer wieder zitierten Sonderrolle in Zentralamerika verholfen: Costa Rica kann auf eine über 100 jährige Demokratie zurückblicken, die nur zwei Mal kurz durchbrochen wurde. Nach dem sechswöchigen Bürgerkrieg von 1948 wurde die Armee abgeschafft und Anfang der 1980er Jahre die Neutralität erklärt. |
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| Naturräumliche
und Sozial- geographische Gegebenheiten |
Costa Rica teilt sich zu ungefähr je einem Drittel in Gebirge, Hügelländer und Tiefebenen. Das zentrale Bergland, größtenteils vulkanischen Ursprungs, trennt dabei das atlantisch-karibische und das pazifische Küstentiefland und bildet eine Klimascheide. Es lässt sich in vier Bergketten unterteilen: Die Cordillera de Guanacaste im Nordwesten des Landes ist geprägt von jungen Vulkankegeln an deren Hängen zahlreiche Flüsse entspringen, wie dem Río Tempisque, die in die Provinz Guanacaste abfließen.
Die relativ kleine, sich südöstlich daran anschließende Cordillera de Tilarán ist größtenteils bewaldet und erlebte im 19. Jahrhundert einen kurzzeitigen Boom durch den Abbau von Erzen. Die wohl bekannteste
Bergkette ist die Cordillera
Volcánica Central
mit den best erschlossensten Vulkanen des Landes. Das vulkanologische
und seismologische Observatorium OVISCORI
San José, auf gut 1.100müNN liegend, hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von gut 20°C und eine jährliche Niederschlagsmenge von über 1.800mm. Die Cordillera de Talamanca, die sich südöstlich an das Zentraltal anschließt, ist ein tertiäres Bruch- und Faltengebirge mit einigen vulkanischen Einschlüssen. Das Gebiet ist relativ wenig erschlossen. Hier befinden sich auch die meisten der indigenen Territorien, die 1977 über das Indigenengesetz eingerichtet wurden.
Östlich der Kordilleren schließt sich das immerfeuchte karibische Tiefland an. Im Norden, wo es bis zu 200km breit wird, dehnen sich Überschwemmungs- und Sumpfgebiete aus. Im Süden verengt sich der karibische Küstenstreifen auf wenige hundert Meter. Die Hafenstadt Limón ist das wichtigste Zentrum in dieser Region. Neben seinen Stränden prägen vor allem Bananenplantagen das Bild. Das Klima auf der atlantischen Seite ist immerfeucht, die Jahresmitteltemperaturen von Limón liegen bei gut 25°C, die Niederschlagsmenge über 3.500mm.
Das pazifische Tiefland ist Trocken- bis Feuchtsavanne und geprägt von extensiven Viehweiden. Die über 1.000 km lange Pazifikküste ist mit seinen vielen malerischen Stränden und Buchten vor allem in der Trockenzeit (Dezember bis April) ein immer beliebteres Urlaubsziel. Die Niederschlagsmengen sind deutlich geringer als auf der karibischen Seite und liegen z.B. in der Hafenstadt Puntarenas bei gut 1.600 mm und einer Jahresdurchschnittstemperatur von über 27°C.
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| Ökologische
Probleme und Naturschutz |
Costa
Rica beherbergt rund 4 bis 5% aller Pflanzen- und Tierarten auf seiner
Fläche, die nur 0,01% der gesamten Landmassen darstellt. Es
gilt
international als eins der Musterländer im Bereich des
Naturschutzes . Gut 26% der gesamten Landesfläche und gut 16% der
Meeresfläche sind als
Schutzgebiet ausgewiesen (die World
Database on Protected Areas bietet eine gute
Übersicht). Dennoch
gibt es auch hier einige Probleme, so z.B. die Verbindung der stark
isolierten Gebiete oder die Einbeziehung der Bevölkerung in
das
Management der Schutzgebiete.Auf den Seiten des Umweltministeriums MINAE und
des
nationalen Schutzgebietssystems (SINAC ) finden
sich sowohl allgemeine Informationen als auch spezielle zu den
einzelnen Schutzgebieten. Aventuras Tierra Verde gibt einen guten Überblick über die Nationalparke,
Schutzgebiete und Sehensürdigkeiten im Land.Ungefähr 2/3 aller Tourist/-innen besuchen mindestens ein Schutzgebiet des Landes. Damit wird der Tourismus auch ein wichtiges wirtschaftliches Argument für den Naturschutz und das Schutzgebietssystem im Land. Das nationale Biodiversitätsinstitut INBio wurde
1989
gegründet, um
die biologische Diversität
zu
erforschen und
deren nachhaltige Nutzung zu fördern. Die Praktiken des INBio stoßen aber auch auf Kritik
, da
es sich u.a. von der Pharmafirma Merck im Bereich der Bioprospektion
finanzieren lässt.
Seit 1996 gibt es in Costa Rica Zahlungen für die Umweltdienstleistungen, die Wälder und Plantagen bieten. Der costaricanische Fond für Forstfinanzierung FONAFIFO bietet hierzu Informationen. Die Investitionen auch von ausländischen Finanziers in Wälder steigt auch in
Costa Rica an.Trotzdem gehört das Land noch immer zu den Gebieten Lateinamerikas in denen Bodendegradierung, Brandzerstörung, Hangerosion, Gewässerverschmutzung oder illegale Nutzungen zum Alltag gehören. So gibt es z.B. keine funktionierenden Kläranlagen und auch die Müllentsorgung ist sehr problematisch. Ebenfalls ein großes Problem stellen die Belastungen durch die Plantagenwirtschaft dar, allen voran der Bananen- und inzwischen auch der Ananasanbau. Die Situation vor den Küsten Costa Ricas ist beherrscht von den internationalen großen Fangflotten, die nicht nur Haie und Meeresschildkröten gefährden, sondern auch das Einkommen der einheimischen Kleinfischer/-innen. Der Artikel Meeresräuber als Piratenbeute
gibt einen guten Überblick und fasst das
neue
Fischereigesetz zusammen. Der im Frühjahr 2008 gestartete
Dokumentarfilm "Sharkwater" zeigt mit
beeindruckenden Bildern das Leben der bedrohten Tiere. Inzwischen hat
Costa Rica auch seine Territorialgewässer zu Walschutzgebieten
erklärt. |
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| Nationale Symbole
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Das Wappen von Costa Rica blickt vom Pazifik über das Land mit seinen wichtigen Vulkanen zur aufgehenden Sonne über der Karibik. Die sieben Sterne symbolisieren die sieben Provinzen des Landes. Der Schriftzug America Central am oberen Rand deutet auf die langen historischen Beziehungen und den wachsenden zentralamerikanischen Integrationsprozess.
Den Text der
Nationalhymne können sie auf Spanisch
und Deutsch nachlesen
Ein Rezept
verrät wie man die
typischen tamales
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