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Kolumbien
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Wirtschaft
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System und SektorenIn den letzten 25 Jahren hat Kolumbien die meisten anderen lateinamerikanischen Volkswirtschaften mit einem durch-schnittlich Wachstum von 4.5% überflügelt. Kolumbien war das einzige Land der Region, das seine Auslandsschulden in den 80er Jahren nicht umstrukturiert hat. Hohes Vertrauen auf Seiten der Verbraucher, sinkende Arbeitslosenquote und niedriges Zinsniveau haben die Ausgaben der Privathaushalte befördert und verstärkte Aktivitäten im Bausektor das kontinuierliche Wachstum des BIP befördert. Die jüngste Finanzkrise, wird jedoch auch an Kolumbien nicht spurlos vorüber gehen, selbst wenn die lateinamerikanischen Wirtschaften heute stabiler sind als früher.Kolumbien ist nach wie vor stark agrarisch geprägt, die Zusammensetzung verschiebt sich jedoch stark zugunsten anderer Sektoren (Anteil nur noch 12% im Jahr 2005, 14% 2000 und 18% 1998). Die bfai (Bundesagentur für Außenwirtschaft) bietet Wirtschaftsdaten kompakt an. Indikatoren, Analysen, StatistikenStrukturdaten und Information zur Wirtschaftsentwicklung bekommt man z.B. bei der Deutsch-Kolumbianischen Handelskammer oder im Bericht der Bayern LB. Latinnews übermittelt kostenpflichtige Kurznachrichten und ausführliche Berichte zu unterschiedlichen Themen. Nachrichten aus der kolumbianischen Wirtschafts- und Finanzwelt bringen außerdem die Zeitungen La República und Portafolio. Dinero. bietet Investment News über Kolumbien.Wirtschaftsentwicklung und -politikAnfang der 90er begann der neoliberale Umbau der Wirt-schaft, begleitet von Rezession, Inflation und hoher Arbeitslosigkeit. Verschlechterte Weltmarktbedingungen und unsichere innenpolitische Lage führten 1999-2000 zu einer Wirtschaftskrise. Der Plan Colombia sollte dem darauf folgenden Abzug ausländischen Kapitals und dem Rückzug internationaler Firmen entgegenwirken und das Investi-tionsklima verbessern. Im Rahmen eines IWF-Stabilisierungs-programms kam es zu umfassenden Strukturreformen, zur Flankierung der Außenhandels- und Finanzliberalisierungen. Eine Reihe an Reformen haben zur Senkung des Haushaltsdefizits, der Inflationsrate und des Zinsniveaus sowie der Stärkung der wichtigsten Wirtschaftssektoren beigetragen. Haushaltskonsolidierung, verbesserte Sicherheitsbedingungen, niedrige Inflation und sinkende Arbeitslosenrate sollen das Vertrauen der Verbraucher weiter stärken und konstant halten. Unterstützt wird dies durch die Haushaltspolitik des Präsidenten Uribe und Strukturreformen zur Stärkung des öffentlichen Haushalts. Die Steuerreform Ende 2006 war gleichwohl kein grosser Wurf.
ProdukteAnteil der Exportprodukte an den Gesamtexporten im Jahr 2007: Erdöl und -derivate 24,4%, Kohle 11,7%, land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse 8,9%, Kaffe 5,7%, Ferronickel 5,6% (Quelle bfai 2008). Auch Exportgüter wie Bananen und Schnittblumen sind nach wie vor ein weiteres wichtiges Standbein der kolumbianischen Wirtschaft. So ist Kolumbien nach den Niederlanden der zweitgrößte Schnitt-blumenexporteur weltweit und Deutschland größter Importeur kolumbianischer Schnittblumen. Der Handelswert der Blumenexporte aus Kolumbien hat sich von 280 Millionen Dollar im Jahr 1991 auf 870 Millionen im Jahr 2005 mehr als verdreifacht. Von diesen Gewinnen kommt allerdings wenig bei den v.a. weiblichen Arbeitern an an, die darüber hinaus unter extrem schlechten Arbeitsbedingungen leiden: Kaum Organisationsfreiheit in Gewerkschaften, Gefährdungen durch Chemikalien, andauernde stark belastende Körperhaltungen und Entlassung von schwangeren Frauen. Ähnlich problematisch wie die Anbaumethoden in der Blumenindustrie sind auch die Ölpalmen-Monokulturen, die heute in den Tropen weit verbreitet sind. Hautpexportmarkt und -lieferland sind nach wie vor die USA. Das weitaus lukrativste Exportprodukt ist Kokain: 80% des weltweit auf dem Markt befindlichen Kokains entstammen kolumbianischer Produktion. So kommen 2/3 des in den USA konsumierten Heroins und der Hauptteil des Kokainbedarfs aus Kolumbien.Binnen- und Aussenhandel2006 näherten sich Kolumbiens Importe einem neuen Rekordwert, auch die Einfuhren aus Deutschland zogen an. Deutschland exportiert v.a. Maschinen, Elektrotechnik sowie chemische und pharmazeutische Erzeugnisse. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner Kolumbiens (nach den USA, Mexico, China, Brasilien, Venezuela und Japan). Der Ruf deutscher Firmen in Kolumbien gehört zu den besten. Die Ausfuhren nach Deutschland beschränken sich zu über 90% auf Kohle, Bananen und Kaffee. Mit Blumen und Pflanzenöl erreicht der Anteil 95%. Kolumbien ist inzwischen nach Russland und Australien der drittwichtigste Kohlelieferant Deutschlands. So haben die Kohleexporte nach Deutschland eine Steigerungsrate von 131% erreicht. .
DrogenhandelDas Drogengeschäft in Kolumbien ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Das Land gilt trotz der Bekämpfung der Drogenkartelle weiterhin als zentraler Knotenpunkt des internationalen Kokainhandels, wobei die Hauptnachfrage aus den USA kommt. Dies erklärt deren finanzielles Engagement beim Plan Colombia, als Bestandteil der umstrittenen US-Drogenpolitik in Kolumbien. Unter dem Titel Aktion Apokalypse wird über die Aktivitäten der US-Anti-Drogenbehörde DEA in Kolumbien informiert. Die zur Weiterverarbeitung benötigten Chemikalien werden u.a. auch von multinationalen Konzernen aus Deutschland geliefert. Seit den 90er Jahren entwickelt sich Kolumbien außerdem zu einem wichtigen Heroinprodu-zenten. Die 4000 ha Anbaufläche an Schlafmohn werden in 5t Heroin im Jahr umgewandelt (Daten UNODC). Auch die Marihuanaproduktion erlebt eine neue Renaissance.Der Charakter des Drogenhandels als "Schattenwirtschaft" macht es unmöglich, den Einfluss auf die Wirtschaft genau zu messen. Er ist aber ebenso beträchtlich wie die Aus-wirkungen auf das gesamte staatlich-gesellschaftliche Gefüge des Landes und die Nachbarländer. Problematisch sind u.a. die Folgen für Natur und Umwelt. 2004 existierten in Kolumbien 80.000 ha Kokapflanzungen. Im Vgl. zum Jahr 2000 immerhin 50% weniger, aber nach wie vor 57% der weltweiten Produktion. Durch den Drogenanbau werden sensible Ökosysteme wie der amazonische Regenwald zerstört. Die Umweltqualität wird außerdem durch die zur Weiterverarbeitung benötigten und die von der Regierung zur Vernichtung der Anbauflächen benutzten chemischen Substanzen beeinträchtigt. 2004 wurden ca. 135.000 ha Drogenpflanzungen mit Unkrautvernichtungs-mitteln bekämpft. Hohe Wellen schlug die von den USA geforderte biologische Bekämpfung der Pflanzungen mit dem Pilz Fusarium Oxysporum auch "Agent Green" genannt, aufgrund seiner schädlichen Wirkung für Mensch und Natur. Zwischenzeitlich wurde der Einsatz von Biowaffen im Drogenkrieg von der UN untersagt. Wegen der Besprühung im Grenzgebiet ist derzeit ein von Ecuador angestrengtes Verfahren beim internationalen Gerichtshof in Den Haag anhängig. Letztlich führt der illegale Anbau auch zur einer drastischen Veränderung der kulturellen Wertvorstellungen der Menschen, die in den meisten Fällen keine Alternative zum Anbau von illegalen Produkten haben. Gleichzeitig sind sie es, die am meisten unter den jüngsten Vernichtungsaktionen im Rahmen des Drogenkrieges zu leiden haben - es ist ein Krieg gegen die Armen. Informationen über die Drogendebatte bieten auch das Transnational Institute, Mother Jones Magazin und Colombian Labyrinth. Der aktualisierte Drogenkriegsrapport der Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien liefert ebenfalls wichtige Informationenn.
Nachhaltige EntwicklungMit der Verfassung von 1991 hat sich das Land explizit der Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben. Um die 60 Verfassungsartikel beziehen sich direkt oder indirekt auf die Umwelt. Den normativen Rahmen für die Ausgestal-tung dieser Vorgaben bildet das Gesetz 99 von 1993, durch das ein Umweltministerium als Bestandteil des Nationalen Umweltsystems SINA geschaffen wurden. Zum SINA gehören nebem dem Ministerium u.a. die CAR (Corporaciones Autonomas Regionales), als Regionalentwicklungsbehörden, die mit dem Management der natürlichen Ressourcen und ihrer nachhaltigen Entwicklung beauftragt sind, städtische Umweltplanungsbehörden und -systeme wie das DAMA in Bogotá oder auch der Ecofondo als Zusammenschluss von Umwelt-NRO, wie z.B. der Fundación Natura. Staatliche Umweltpläne sollen zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele beitragen. 2003 wurde das Minambiente zum Ministerio de Ambiente, Vivienda y Desarollo Territorial fusioniert. Dort kann man sich über die diversen Nationalparke oder Ökoregionen informieren. Kolumbien verfügt über wichtige Ressourcen, wie z.B. das traditionelle Wissen der indigenen Bevölkerung. Sachzwänge und Zielkonflikte verhindern allerdings einen wirklichen Schutz und nachhaltige Entwicklung derselben. Den CAR werden u.a. exzessive Betriebskosten, fehlende Investitionen in Umweltprogramme und die Aufgabe wieder aufgeforsteter Gebiete vorgeworfen.Das Foro Nacional Ambiental ist eine interessante Plattform von 8 in Kolumbien tätigen Umwelt-NRO. Dort finden sich auch Artikel zur Evaluierung des SINA nach 15 Jahren seiner Existenz. Der ehemaligen Umweltminister Manuel Rodriguez Becerra sieht das SINA vor dem Bankrott. Weitere Informationen zum Thema gibt es u.a. bei der Red de Desarrollo Sostenible de Colombia des UNDP. |
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Entwicklung und Entwicklungspolitik
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Millenium Development Goals - ArmutsbekämpfungDer kolumbianische Wirtschafts- und Sozialrat Conpes hat im Jahr 2005 ein Dokument zu den Strategien zur Erreichung der MDG bis zum Jahr 2015 herausgegeben. Bei der Erreichung der MDGs erzielt Kolumbien trotz großer regionaler Unterschiede außer bei der Armutsbekämpfung positive bis sehr positive Werte. Kolumbien hat in der Befriedigung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung große Fortschritte erzielt, während keine signifikante Reduzierung der Ungleichheit als wichtigstes Hemmnis der Armutsbekämpfung erreicht werden konnte. Zur Armutsbekämpfung und zur Erreichung der MDG hat die Regierung mehrere ambitionierte Programme wie "Red Juntos" und "Familias en Acción" ins Leben gerufen, die konditionierte soziale Unterstützung für die ärmsten Bevölkerungsschichten bereitstellen.Inländische Entwicklungsanstrengungen, Institutionen der EZAcción Social heisst das offizielle Organ der kolumbianischen EZ (Agencia Presidencial para la Acción Social y la Cooperación Internacional). Acción Social kanalisiert ausländische EZ-Gelder, ist Ansprechpartner der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit und führt eigene Programme durch. Mittelfristiges Ziel der inländischen Entwicklungs-anstrengungen ist die erfolgreiche Durchführung des neuen Plan Visión Colombia II Centenario 2019. Mit ihrer aktuellen EZ-Strategie setzt die kolumbianische Regierung eine Reihe von Initiativen fort, die auf eine bessere Koordinierung der Aktionen der Geber und Einbettung der verschiedenen EZ-Beiträge in nationale Strategien abzielen. Die Erarbeitung und Verabschiedung der Strategie erfolgte durch einen Dreiecksdialog im sog. London-Cartagena-Bogotá-Prozess, welcher die kolumbianische Regierung, die kolumbianische Zivilgesellschaft und die Gruppe der 24 (G 24) als Zusammenschluss der internationalen Geber in Kolumbien versammelt (Erklärungen von London, 2003 und Cartagena, 2005). Das endgültige Dokument zielt auf drei Schwerpunkte ab, in denen die internationale Kooperation Beiträge leisten soll: "Umwelt und Alternative Entwicklung", "Stärkung der regionalen- und lokalen Regierungsfähigkeit und Versöhnung" sowie "Armutsbekämpfung/MDGs". Die Maßnahmen der deutschen EZ befinden sich innerhalb dieser Schwerpunkte.Um die Geberharmonisierung voranzutreiben hat Kolumbien Ende 2007 die Paris-Deklaration unterzeichnet. Beim Thema alignment nimmt Kolumbien auch eine globale Vorreiterrolle ein, so z.B. beim High-Level-Meeting in Accra im September 2008 mit dem Co-Vorsitz des Runden Tisches zum Thema "ownership".
Bi- und multilaterale EZIn Kolumbien sind verschiedene internationale Institutionen in der EZ engagiert. Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit z.B. die USA und die Schweiz. Die 3. Internationale Konferenz zu Kolumbien, an der Ende November 2007 in Bogotá (nach London 2003 und Cartagena 2005) auch eine Delegation des BMZ teilnahm, hat einerseits ihre Unterstützung für den Friedensprozess und anderseits die Rolle der Opfer und der Zivilgesellschaft im Rahmen des Friedens- und Versöhnungsprozesses bekräftigt. Neben einer Reihe von Infrastrukturprojekten hat die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) im Jahr 2001 400 Mio. US-$ für Sozialprogramme zur Abfederung der Folgen der Wirtschaftskrise bewilligt. Seit 2002 werden Kolumbien wieder hohe Kredite für Massnahmen in den Bereichen Gesundheit, Wasserversorgung und Wohnbau sowie im produktiven Sektor durch die IDB eingeräumt. Die Weltbank als größter internationaler Geldgeber engagiert sich ebenfalls in Infrastrukturvorhaben, vornehmlich in Private-Public-Partnerships (PPP). Hierbei handelt es sich um die Mobilisierung von Privatkapital für Entwicklungsprojekte, in denen nach deren Anlaufen private Unternehmen für die Fortsetzung sorgen. Ergiebig ist die Suche in der Project Database der Weltbank, sie enthält z.B. Informationen über ein Projekt zur nachhaltigen Entwicklung in der Sierra Nevada de Santa Marta.Deutsche und europäische EZ in KolumbienDie letzten Regierungsverhandlungen zwischen Deutschland und Kolumbien fanden im Dezember 2007 in Bogotá statt. Die deutsche FZ und TZ wird bis zum Jahr 2010 17,5 Mio EUR beisteuern. Seit 2007 werden nur noch Programme im Schwerpunktbereich "Friedensförderung und Krisenpräven-tion" durchgeführt. Es gibt nur noch punktuelle Massnahmen Gtz, CIM und InWEnt im vorher über lange Jahre bearbei-teten Sektor "Umweltschutzpolitik sowie Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen". Wie z.B. zur Stärkung von nationalen und regionalen Dialogforen, im Bereich des konfliktpräventiven Ressourcenmanagements und einkommenschaffender Massnahmen der Waldbewirt-schaftung. Die KfW hat in der Vergangenheit Projekte im Bereich Forstwirtschaft sowie Stadtentwicklung und Verwaltung in Bogotá unterstützt. Derzeit beginnt ein Neuvorhaben in enger Absprache mit der Gtz. Das Schwerpunktstrategiepapier der deutschen EZ wird gerade gemeinsam mit der kolumbianischen Seite erarbeitet. Die Massnahmen im Bereich Capacity Building der InWEnt konzentrieren sich auf Themen wie Friedenserziehung, Cuencamanagement und Forstwirtschaft. In Kooperation mit der ANDI und ehemaligen Teilnehmer/-innen aus Umweltprogrammen der InWEnt wurde RADES, das Alumninetzwerk Nachhaltiges Wirtschaften aufgebaut. Darüber hinaus werden 2007 und 2008 mit der Unterstützung von SENA, im Bereich der beruflichen Bildung Massnahmen zur Reintegration von ehemaligen bewaffneten Kämpfern in die Gesellschaft durchgeführt. Kolumbien ist ausserdem Teil des regionalen Alumninetzwerks RE@L, dass vom InWEnt Regionalbüro Lima initiiert wurde und in 14 Ländern Latein-amerikas aktiv ist. Die Alumni der InWEnt und anderer dt. Organisationen können sich ausserdem in der neuen webbasierten Datenbank EXperten Treffpunkt registrieren und nach Namen, Region oder spezifischer Expertise gefunden werden. Im Bereich der kirchlichen EZ vermittelt u.a. die AGEH im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes Friedensfachkräfte in verschiedene Projekte nach Kolumbien. Als politische Stiftungen haben sowohl die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) als auch die Konrad Adenauer-Stiftung (KAS) ein Büro in Bogotá und betreuen zahlreiche Projekte.Natürlich sind auch diverse Internationale NGO, wie z.B. Oxfam in Kolumbien vertreten. So unterstützt z.B. Earthlink das Volk der Awa-Indianer im Grenzgebiet zu Ecuador. Coama fördert die eigenständige Entwicklung der Indianer im Amazonasgebiet. Die Peace Brigades International, deren Mitglieder sich gefährdeten Menschenrechtsaktivisten lokaler Organisationen als "menschliche Schutzschilde" zur Verfügung stellen, sind mit Freiwilligen in Kolumbien massiv präsent und geraten sowohl von para-militärischer als auch von staatlicher Seite immer wieder unter Druck. Die Arbeitsgemeinschaft Entwicklungspolitische Friedensarbeit (FriEnt) besteht aus sieben staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen der entwicklungspolitischen Friedensarbeit, die in Kolumbien tätig sind. FriEnt wurde im Jahr 2001 gegründet, um die breitere Verankerung von Themen und Problemstellungen der entwicklungspolitischen Friedensarbeit in den Mitgliedsorganisationen, Kompe-tenzaufbau, gemeinsames Lernen und institutionelle Perspektivenerweiterung sowie verstärkte Vernetzung und Kooperation zu fördern. Die EU führt einige grössere Projekte in Kolumbien durch, u.a. das Laboratorio de Paz im Magdalena Medio. Natürlich finden sich auch private Initiativen wie z.B. Lidias Kinder, die mit Unterstützung des Deutsch-Kolumbianischen Freundeskreises (DKF) Schulpaten-schaften in Barranquilla vermittelt. Wenn Sie sich für die Arbeit einer bestimmten, hier nicht aufgeführte Organisation interessieren, dann finden Sie diese sicher auf der Linkliste von InWEnt. |
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