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Benin
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2.1 Geschichte
Quelle: Adam, K.S. & Boko,
M.(1993): Le Bénin. Cotonou
Kolonialkarte aus dem Nationalarchiv
in Porto Novo, Autor unbekannt
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Kandidaten Präsidentschaftswahl 2006
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2.1.1 BesonderheitenBenin ist im Vergleich zu vielen seiner Nachbarstaaten ein Hort der Stabilität und ein Musterbeispiel für einen friedlich verlaufenen Demokratisierungsprozess.
2.1.2 GeschichteEinen kurzen historischen Abriss zur Besiedlung des Landes bietet Ihnen die offizielle beninische Tourismus-Website. Vorkoloniale GeschichteDie heutige Republik Benin steht -wie auf der ersten Site bereits erwähnt- in keinem historischen Zusammenhang mit dem alten Königreich Benin Das Königreich Danhomè mit der Hauptstadt Abomey entwickelte
sich unter den verschiedenen Herrschern
(Genealogie),
zu einer regionalen Macht an der Guineaküste. Vor allem König
Guezo, der zwischen 1818 und 1858 regierte, förderte einen
straff organisierten Staat mit einer Reihe von Ministerien. Er bediente
sich dabei auch der Hilfe des brasilianischen Sklavenhändlers Francisco
Felix de Souza Während die Geschichte des Königreiches Danhomè
relativ gut erforscht ist, gibt es zu den historischen Prozessen in
den nördlichen Landesteilen weitaus weniger Literatur
In der Zeit von 1945 bis 1960 wurden die Grundlagen der späteren politischen Nord-Süd-Polarisierung gelegt. Die von Sourou Migan Apithy gegründete Union Progressiste Dahoméenne (UPD) spaltete sich später in die Parti du Regroupement Dahoméen (PRD) und eine Groupe Ethnique du Nord (GEND) unter Hubert Maga auf. Bei den Wahlen zum Landesparlament 1952 gewinnt PRD alle Sitze im Süden, GEND alle im Norden. Die Wahlen 1959 zementierten die nach Regionen geordneten politischen Einheiten: PRD und Apithy im Süden und Südosten, UDD und Ahomadegbé im Zentral- und Südwestdahomey, RDD und Maga im Norden. Einen sehr guten Überblick über die Geschichte Westafrikas bietet eine Website die auf Initiative des 10. Sommet de la Francophonie erstellt wurde.
2.1.3 Die Entwicklung von der Unabhängigkeit bis heuteUnabhängigkeit Sozialismus: 1975-1990 Demokratisierung: 1990-2006 Gegenwart: die Situation seit 2006 Mit der Wahl des Wirtschafts- und Finanzwissenschaftlers
Dr. Yayi Boni hat ein Generationswechsel an der Spitze des beninischen
Staates stattgefunden. Auch das Kabinett
symbolisiert den Wechsel: Es besteht weitgehend aus Fachleuten, die
in ihrer bisherigen Laufbahn noch kein Ministeramt bekleidet hatten.
Der Übergang von Kérékou zu Yayi war der dritte demokratische
Machtwechsel
an der Spitze des beninischen Staates seit 1990.
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2.2 Staat
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2.2.1 StaatsformBenin ist eine Republik und hat ein parlamentarisches Präsidialsystem, mit Volkssouveränität, freien und geheimen Wahlen und Parteienpluralismus. Viele Elemente und Institutionen sind dem französoischen Präsidialsystem entlehnt.
2.2.2 Verfassung, Gewaltenteilung und StaatsaufbauDie als ein Resultat der Natonalkonferenz entwickelte und am 11.12.
1990 verkündetet neue Verfassung
gilt als Kompromiß zwischen amerikanischer und französischer
Verfassung und begründet die Republik Benin' als parlamentarisches
Präsidialsystem mit Volkssouveränität, freien und geheimen
Wahlen, Parteienpluralismus, Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung.
Gleichzeitig ist der auf fünf Jahre gewählte Staatspräsident
verfassungsmäßig mit weitgehenden Vollmachten ausgestattet.
So hat er z.B. das Recht, mit Zustimmung des Verfassungsgerichts
das Parlament aufzulösen und für eine begrenzte Zeit mit Verordnungen
zu regieren. Der Präsident ist zugleich Staatsoberhaupt, Regierungschef
und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Der Präsident ernennt
eine Regierung, die vom Parlament bestätigt werden muss. Anders
als in Frankreich gibt es keinen Premierminister und dieRegierungsmitglieder
dürfen nicht gleichzeitig Parlamentsabgeordnete sein. Daher führen
Parlamentswahlen oft zu Kabinettsumbildungen, wenn aktive Regierungsmitglieder
ins Parlament gewählt worden sind, wie bei der letzten Parlamentswahl
im März 2007 geschehen. Der Präsident hat das Recht, Gesetze
und Referenden zu initiieren. Sein Veto kann das Inkrafttreten bereits
vom Parlament verabschiedeter Gesetze aufschieben. Weitere Gesetzestexte
finden Sie auf der Seite der US-Amerikanischen Law
Library of Congress.
2.2.3 Formaler Staatsaufbau und DezentralisierungSeit dem Jahr 2002 ist Benin territorial in Departements-Communes - und Arrondissements gegliedert. Die Departements sind die regionalen Vertretungen des Zentralstaates, während die Communes eigenständige Gebietskörperschaften sind. Die erste Kommunalwahl seit 1990 fand im Dezember 2002 statt. Seit Februar 2003 sind die neuen Gemeinderäte und Bürgermeister im Amt. Eine Analyse der Kommunalwahl in Parakou
2.2.4 Recht und Ordnung, staatliche SicherheitWichtige Organe der Judikative sind neben dem Verfassungsgericht der Oberste Gerichtshof und der Hohe Gerichtshof. Der Oberste Gerichtshof ist die höchste richterliche Instanz in allen Fragen des öffentlichen und privaten Rechts, während der Hohe Gerichtshof für Straftaten zuständig ist, die Präsident oder Minister im Rahmen ihrer Amtsführung begehen.Wie in Frankreich gibt es auch In Benin eine Zweiteilung der Sicherheitsorgane in die Polizei des Innenministeriums und die Gendarmerie des Verteidigungsministeriums.
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2.3 Innenpolitische Themen
© M.Doevenspeck
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M.Doevenspeck
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M.Doevenspeck
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2.3.1 Machthaber und MachtgruppenDem Bild Benins als Demokratisierungsmodell für Afrika steht die geringe politische Partizipation auf lokaler Ebene gegenüber. Seit der improvisierten Wahl von Dorfvorstehern 1990 gab es bis Ende 2002 zwölf Jahre hinweg keine Abstimmungen unterhalb der nationalen Ebene (Parlaments- und Präsidentschaftswahlen). Die kontinuierliche Verschiebung der bzw. halbherzige Umsetzung der Dezentralisierung bei gleichzeitigem Rückzug des Staates von der lokalen politischen Ebene führte dort zur Etablierung neuer Akteure und Institutionen, die zu der vielzitierten Polykephalie
2.3.2 Wahlen und PartizipationInsgesamt gibt es rund 60 zugelassene Parteien in Benin. Die im Parlament vertretenen Parteien haben zumeist eine starke regional-ethnische Ausrichtung, ihre Programme unterscheiden sich kaum voneinander. Viele Parteien haben außerdem eine kurze Lebensdauer, spalten sich auf oder verlieren bei Wahlen ihre Bedeutung, so wie zuletzt die Front d'Action pour le Renouveau Démocratique, la Liberté et le Développement" (FARD-ALAFIA). Die Namen aller Abgeordneten der 5. Nationalversammlung seit Inkrafttreten der neue Verfassung finden Sie hier. Die Wahlergebnisse in Benin verdeutlichen die regionale Verankerung der Parteien. Während sich der parteilose Amtsvorgänger Kérékou auf ein loses Bündnis verschiedener Parteien (Mouvance Présidentielle) mit regionale Basis vor allem im Norden und Westen stützte, versuchte Yayi Boni bei den Parlamentswahlen vom März 2007, eine neue Bewegung zu günden, die 'Kauri Kräfte für de aufstrebenden Benin' ( FCBE- Forces Cauris pour un Bénin Emergent), welche mit 35 Abgeordneten stärkste Kraft in der Nationalversammlung wurde. Nach den Parlamentswahlen von 2007 bemühte sich Präsident Boni, aus den Kauri-Kräfte unter Beteiligung kleinerer Parteien eine neue stabile Regierungspartei zu formen. Zweitstärkste Kraft mit 20 Mandaten ist die ADD (Alliance pour
une Dynamique Démocratique) um Bruno Amousso und den Soglo-Clan,
ein Zusammenschluss von Parteien aus dem zentralen Süden und Südwesten.
Auf dem dritten Platz landete mit 10 Abgeordneten die PRD (Parti du
Renouveau Démocratique) des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten
Adrien Houngbedji, der vor allem im Südosten und in Porto Novo
gewählt wird. Die verbleibenden 18 Abgeordneten vertreten kleinere
Parteien.
2.3.3 Wichtige Politische EntscheidungenBesonders wichtige Entscheidungen unter der Regentschaft Yayi Bonis stehen in der Wirtschaftspolitik, der Bildungspolitik und der Korruptionsbekämpfung an. Für viele Beniner und Beobachter der beninischen Politik wird sich Yayi Bonis Präsidentschaft vor allem daran messen müssen, ob es ihm gelingt, einerseits das korrupte Geflecht um den Hafen von Cotonou zu entwirren und andererseits die Baumwollernte erfolgreich zu organisieren. Ein weiterer Schwerpunkt von Yayis Politik liegt in der Korruptionsbekämpfung und Schulpolitik. Seit dem letzten Schuljahr 2006/2007 sollte nach Entscheidung des Präsidenten der Grundschulbesuch (scolarité maternelle et primaire) kostenlos sein. Nach organisatorischen und finanziellen Unzulänglichkeiten im im Schuljahr 2006/2007 konnte die Entscheidung nach und nach umgesetzt werden und scheint im aktuellen Schuljahr 2007/2008 erfolgreich implementiert zu sein. Eine eher überraschende Entscheidung des Präsidenten bzw. des ihm nahestehenden Lagers im Parlament ist ein Gesetz zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, das im September 2007 verabschiedet wurde. Im Februar 2008 wurden die ersten Rekruten vereidigt.
2.3.4 politische Auseinandersetzungen und MachtkämpfeIn der jüngeren Vergangenheit polarisierten meist die Auseinandersetzungen zwischen dem Kérékou-Lager auf der einen und dem Soglo-Clan auf der anderen Seite die beninische Öffentlichkeit. Die Konflikte sind -stark vereinfacht betrachtet- vor dem Hintergrund regionaler und kultureller Unterschiede zwischen Nord- und Südbenin zu sehen. Die wechselnden Kolationen beider Lager mit Politkern aus unterschiedlichen Teilregionen (v. a. dem Südwesten und Südosten) zeigen jedoch auch, dass man politische Lager in Benin nicht auf einen simplen Nord-Süd Gegensatz reduzieren kann. Seit der Wahl Yayi Bonis zum Präsident im Jahr 2006 und dem Abtreten der politischen Dinosaurier Soglo und Kérékou von der politischen Bühne ist Bewegung in das über lange Jahre gleichbleibende Bild der politischen Kultur getreten. Zwar ist auch Yayi Boni regional (in Nordbenin) verwurzelt und politische Konfliktlinien orientieren sich auch weiterhin an ethno-regionalen Grenzen. Jenseits dieser klassischen Auseinandersetzungen trifft Yayi Bonis manchmal autoritärer Politikstil im Kampf gegen Korruption auf Widerstand. Im März 2007 gab es während einer Wahkampfkampagne des Präsidenten einen Attentatsversuch auf Yayi Boni in der Nähe seines Heimatortes Tchaourou in in Nordbenin. Zwar ging der Zwischenfall abgesehen von einigen Schusswechseln glimpflich aus, konnte jedoch bis heute nicht aufgeklärt werden. Seit seinem Amtsantritt hat Yayi Boni Machtproben nicht gescheut. Der einflussreiche Geschäftsmann und Parlamentsabgeordnete Séfou Fagbohoun, ehemaliger Besitzer der privatisierten Ölgesellschaft SONACOP, wird auch auf Betreiben der Regierung wegen Veruntreuungen und Korruptionsdelikten angeklagt. Ein anderer Geschäftsmann und Politiker, Issa Salifou, wurde von der Regierung der Steuerhinterziehung bezichtigt. Da beide Parlamentsabgeordnete sind, fand eine Auseinandersetzung um Immunität und Strafverfolgung statt. Sefou Fagbohoun durfte nache langem Hin und Her im Juli 2007 nach Frankreich ausreisen, um sich dort medizinisch behandeln lassen. Issa Salifou konnten die Vorwürfe bislang nicht nachgewiesen werden, zwischenzeitlich ist er in das Präsidentenlager gewechselt, macht im Kommunalwahlkampf dem Präsidenten mit der neuen Liste "G13" Konkurrenz. Yayi Boni wird vorgeworfen, vorschnell jusristisch nicht haltbare Vorwürfe in der Öffentlichkeit geäußert zu haben, anstatt die Vorgänge der Strafvefolgung zu überlassen. Eine weitere Machtprobe hat Yayi Boni mit zwei Mobilfunkunternehmen, Moov und MTN-Areeba, ausgefochten. Aufgrund von Übernahmen beider Unternehmen waren Lizenzgebühren fällig geworden, die Moov und MTN nicht zahlen wollten. Daraufhin wurden ihnen die Lizenzen von Juli 2007 zwischenzeitlich entzogen und knapp 1 Million Beniner waren nicht mehr telefonisch erreichbar. Im September 2007 konnte die Regierung diesen Machtkampf schließlich für sich entscheiden.
2.3.5 Presse und MedienDie Presselandschaft Benins ist sehr heterogen und erfreut sich dank eines liberalen Pressegesetzes und dessen weitgehend ebenso liberalen Auslegung großer politischer Spielräume, was auch der Jahresbericht von Reporter ohne Grenzen bestätigt. In der von der internationalen NRO „Reporter ohne Grenzen“ herausgegebenenWeltrangliste zur Pressefreiheit hat sich Benin um weitere 2 Plätze verbessert und steht nun zusammen mit Deutschland an 23. (von 167 Ländern) Stelle, noch vor Frankreich (35.) und den Vereinigten Staaten (53.) und an erster der afrikanischen Länder. Problematisch ist allerdings die mangelnde Professionalität Unter den Printmedien Benins gibt es zwischen 15 und 20 Tageszeitungen sowie ebenso viele wöchentlich oder monatlich erscheinende Periodika, von denen einige wie l’autre quotidien oder l’@raignée auch im Internet nachgelesen werden können. Weit vor dem Fernsehen muß
das Radio
als wichtigstes Massenmedium insbesondere im ländlichen Benin betrachtet
werden: Radios (Sender
und Frequenzen) setzen keine Lesefähigkeit voraus, haben eine
hohe Reichweite, ein Netzanschluss ist nicht erforderlich und die Empfangsgeräte
sind billig (ab 3000 F CFA). Ein Beispiel für einen erfolgreichen
kommerziellen
Privatsender mit einem abwechslungsreichen Programm ist Radio
Planète. Gute Quellen um sich weitergehend über die beninische Presse und
deren Rahmenbedingungen zu informieren sind die Sites
Médias Bénin sowie die Seite Beninensis.
Die Praxis der "consultation",
das Korruptionsproblem innerhalb der beninischen Presse, analysiert
Emmanuel Adjovi in der bereits mehrfach zitierten Reihe "Arbeitspapiere
des Instituts für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität
Mainz" Hauptanbieter für Internet in Benin ist OPT. In allen größeren Städten gibt es mittlerweile Internet-/E-Mail-Zugang. Weiterführende links zum Thema Internet in Benin finden sie bei Beninensis.
2.3.6 MenschenrechteDie Menschenrechte, Versammlungs-, Presse- und Parteienfreiheit, politische Neutralität der Armee werden in Benin weitestgehend geachtet.Lesen hier einen Bericht zur Arbeit der Regierungskommission für Menschenrechte Human Rights Watch bietet Ihnen weitere Benin bezogene Materialien. |
2.4 Außenpolitische Themen
Quelle: Bundesregierung
Quelle: www.freerepublic.com
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Die Außenpolitik Benins ist vor allem auf die westafrikanischen Nachbarn und Frankreich ausgerichtet. Unter der neuen Regierung Yayi Boni wurden die außenpolitischen Kontakte nach Asien stark erweitert, u.a. um Investoren zu gewinnen. Die USA und besonders China haben begonnen, ihre Beziehungen zu Benin vor dem Hintergrund wirtschaftlicher, aber auch strategischer Interessen deutlich zu intensivieren. Dabei profilieren sie sich verstärkt als großzügiger Geber in den entwicklungspolitischen Beziehungen mit Benin. Die Beziehungen Benins zu Staaten Lateinamerikas (insbes. Brasilien, Venezuela) gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gute Beziehungen werden zudem zu den wichtigen Partnern der wirtschaftlichen Zusammenarbeit gepflegt. Dies sind - neben Frankreich - Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, die Europäische Union, die USA, die Schweiz und Kanada. Der Kurzbesuch von George Bush im Februar 2008 hat die Unterstützung der USA für die Politik von Präsident Yayi Boni unterstrichen. Für das Jahr 2008 sind außerdem Besuche von Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy geplant. Die starke ökonomische Abhängigkeit von Nigeria als Regionalmacht führt dazu, dass selten Kritik an Menschenrechtsverletzungen und Wahlbetrug in Nigeria geäußert wird. Das Verhältnis zum Nachbarn Togo ist weiter zwiespältig: der verstorbene Eyadema und Kérékou waren alte Freunde, was dazu führte, dass einerseits Reformbemühungen unterstützt wurden, es andererseits aber keine Unterstützung für die Opposition und keine Kritik an Menschrechtsverletzungen gab. Auch die staatlichen Übergriffe im Zuge der Diskussion um die Nachfolge von Eyadema bleiben von offizieller beninischer Seite weitgehend unkommentiert. Wie schon Anfang der 1990er Jahre befinden sich als Folge der jüngsten Unruhen in Togo wieder rund 40.000 Flüchtlinge aus dem Nachbarland in Benin. Benin ist Mitglied der Afrikanischen Union und aktiv an den Friedensmissionen der ECOWAS in Liberia und Côte d'Ivoire beteiligt. Bis 2007 hat Benin den Vorsitz der LDC-Staaten. Für die Periode 2004/2005 ist das Land nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrates. Im internationalen Rahmen beteiligt sich Benin nur zögerlich an der Förderung von Demokratie. Viele Resolutionen zu Menschenrechten im Sudan, Kongo, Irak, Nigeria wurden abgelehnt oder man enthielt sich.
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